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Wir haben ausgeschlafen. Und nachdem klar war, dass Auckland nicht viel zu bieten hat, haben wir uns zu einer kleinen Seefahrt auf die Insel Waiheke entschlossen. Liegt direkt vor Auckland und ist in den Augen der Kiwis die tollste Insel weltweit.

Auckland von der Fähre aus gesehen. Eigentlich beeindruckend und am Abend, als wir dann am Hafen Essen waren eigentlich auch irgendwie liebenswert. Trotz aller anderen Meinungen. Aber wir haben ja auch nur einen Bruchteil gesehen.
Auckland von der Fähre aus der Ferne gesehen. Eigentlich ganz nett, auch näher betrachtet wie im Beitragsbild. Und am Abend, als wir dann am Hafen Essen waren, eigentlich auch irgendwie liebenswert. Trotz aller anderen Meinungen. Aber wir haben ja auch nur einen Bruchteil gesehen.

Sylke dachte dort dann, sie wäre in Südtirol. Uwe meint: „Das kann nicht Südtirol sein, denn es ist Februar- Natürlich sehen die Bäume ganz anders aus, das Gras fühlt sich beim rüberlaufen so schön fluffig und trotzdem dicht an. Aber guten Wein können die Kiwis auch machen.“

In dem Weingut war ziemlich viel los. Wir hatten uns einen Platz unter einem Olivenbaum ergattert.

Nur mit dem Unterschied, dass man für sechs Zwerge –Portionen Wein zum Verkosten (also einen Schluck für jeden) 25 € bezahlt. Einen Unterschied zu Südtirol muss es schon geben bei 26 Flugstunden.

Später sind wir dann unter die Olivenbäume umgezogen. Nett wars.

Zum Glück hatten wir uns gegen die Fahrradtour entschieden (mal abgesehen davon, dass es nicht wie angekündigt am Hafen von Waiheke welche gab) denn die Strassen hier gehen rauf und runter.

Was etwas befremdlich war: 26-30 Grad Lufttemperatur, das ganze Jahr Sonne, super Boden und bestes Weinklima und trotzdem, im Vergleich zu Südtirol, mickrige Trauben. Aber natürlich wusste Sylke warum. Es lag an der Pflege der Trauben! Hier das Beweisfoto:

Links im Bild sieht man -wie Helmut Newton das dokumentiert hat- die Pflege der Trauben in Italien. Rechts im Bild ein aktuelles Foto aus dem Weingut in Neuseeland. Kein Wunder also, dass sich die Trauben in Italien viel wohler fühlen und besser wachsen!

Alles in Allem sind die Kiwis wirklich tolle Leute. Keiner steigt aus dem Bus, ohne irgend eine Form von Danke Richtung Busfahrer zu murmeln. Mir wurde heute sogar ein Sitzplatz angeboten (nicht lustig!!!) Der Besuch gestern (seit sieben Jahren in Neuseeland) meinte, dass ein Kiwi auf die Frage, wie der verregnete Sommerurlaub war, antwortet „Super Gegend, tolles Essen, nette Leute!“, wohingegen der Deutsch sagt:“Sch…. Wetter gewesen!“ Das ist eine Lebenseinstellung.

Die Fürsorge geht sogar so weit, dass an jeder Ecke kostenloser Sonnenschutz rumsteht.

Der Neuseeländer geht gern vorm oder nach dem Büro schwimmen, angeln oder segeln. Der Deutsche hat nach dem Büro keine Lust mehr auf nix. Vielleicht muss ich auch mal an meiner Work-Life-Balance arbeiten.

So auffällig die Tätowierung ist, so unterschiedlich haben wir bisher schon die Einstellung der Kiwis zu den Maoris erfahren. Es braucht noch ein bisschen bis wir uns da eine Meinung bilden können.

Und dann haben wir beim Abendessen unsere erste Maori mit einem Moko, dem traditionellen Kinn-Tattoo gesehen. Da gehört schon ein Standing dazu, das als Frau zu tragen. In einem Internet-Artikel stand, dass das die körperliche Manifestation ihrer wahren Identität ist. Ich müsse dann einen echten Thüringer Kloß im Gesicht tragen.

Den Abschluss des Tages bildete dann ein echt Neuseeländisches Essen: Sashimi. Spass beiseite, wir wollten eigentlich im Fischmarkt essen, aber da kann man nicht draußen sitzen. Also haben wir uns spontan für ein Restaurant am Hafen entschieden. Und da der Fisch tatsächlich vor der Haustür gefangen wird (im Gegensatz zum Fisch an der Ostsee, in der es keinen mehr gibt) waren unsere Spezialitäten auch wirklich superlecker.

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2 Responses

  1. super schön, euch zu begleiten. lieben dank für die „mitnahme“ schönen urlaub noch!!!! wünschen uns aber Sylke ohne kinnbemalung zurück 🙂

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