Und weiter geht die wilde Hatz! Weil man uns im Hotel in Dierhagen nicht mehr wollte und das nächste Hotel komplett ausgebucht war für Donnerstagabend mussten wir eine Zwischenlösung finden. Und da wir schon länger mal um Schloss Rheinsberg rumpaddeln wollten, haben wir uns eine hervorragend bewertete Unterkunft direkt am Rheinsberger See gebucht.


Also ich für uns. Sylke meinte im Nachhinein, sie wäre froh, dass sie das nicht ausgesucht hat. Wir kamen jedenfalls nachmittags im Gast- und Logierhaus am Rheinsberger See an und mussten gleich erfahren, dass der Koch krank und der Chef in Urlaub ist. Egal es gibt auf jeden Fall etwas zu Essen und ein Bett. Wir sind dann gleich los um durch den Schlosspark zu schlendern und gemütlich einen alkoholfreien Weisswein zu genießen.

Zurück in der Pension gab es tatsächlich super leckeres Essen in einem romantischen Garten unterm Apfelbaum (dem Sylke nicht ganz getraut hat, weil er schon ein bisschen morsch aussah) und eine schlaflose Nacht für mich, weil die Matratze auf der ich schlafen musste, so durchgelegen war, dass Schlaf für mich nicht in Frage kam. Entsprechend gerädert ging es dann am nächsten Morgen auf Erkundungstour, allerdings nicht mit dem Paddelboot sondern auf dem Ausflugsdampfer.

Tolle Gegend, kaum etwas los und eine Affenhitze. Nach einem Eis machten wir uns dann auf zu unserem letzten Ziel: Der Silberhochzeitsfeier von Tom und Uta in der Boltenmühle. Das ist nicht weit weg von Rheinsberg Richtung Neuruppin und wir mussten nur eine kurze Strecke durch die Pampa fahren. Sehr schöne Location mitten im Wald am See!

Nach dem Abendessen haben wir uns dann noch aufgemacht nach Netzeband. Dort wird seit 30 Jahren Open Air Laientheater gespielt. Den Tipp das mal anzuschauen haben wir von Egbert und Annedore bekommen. Was für eine Überraschung: In the middle of Nüscht ein Theater mit Puppen die einen irre beschriebenen Tagesablauf in einem kleinen walisischen Kaff spielen. Sozusagen Ulysses in Kurzfassung. Wir haben fasziniert gelauscht und zugeschaut und waren begeistert.

Das Bett in der Boltenmühle war dann um Klassen besser, so dass wir am nächsten Morgen zu einer Paddeltour über den Tornowsee aufbrechen konnten.



Abends dann die große Silberhochzeitsfeier mit leckerem Essen und Trinken und jeder Menge guter Unterhaltung, zwischenmenschlich und auch sonst.

Als wir dann heute das Auto vollgeladen hatten (wir hatten ja alles dabei für Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt bis tropischer Hitze) und gerade offen losfahren wollten, brach das Gewitter los. Es sollte uns bis Berlin begleiten. Sylke habe ich am Hauptbahnhof in Berlin raus geworfen, sie muss weiter zum BGW Event nach Sigmaringen und ich schlüpfe wieder in meine Schuhe als Gärtner, Hauswart, Malermeister, Elektriker etc…War auf jeden Fall ein schöner, abwechslungsreicher Kurztrip gewesen.

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