Sylke hatte die tolle Idee, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Sie hat ein Coaching hier in Dierhagen und wir sind schon ein bisschen früher losgefahren, um tolle Sommertage am Meer zu verbringen. Leider hat der Wettergott, welcher auch immer, kein Einsehen mit uns.

Vorsichtshalber haben wir ja die Patagonia Jacken eingepackt, aber zum Glück auch Sweatshirts und ein paar dickere Socken. Die Anfahrt war schon dramatisch denn die Scheibenwischer liefen auf Hochtouren. Aber der erste Strandspaziergang musste dann abgekürzt werden, weil es dermaßen pfiff und so kalt war, dass Sylke gerne ihre Wollmütze gehabt hätte, die wir aber leider nicht eingepackt hatten. Also schnell hinter dem Deich ins Cafe und leckeren Mohnkuchen essen und dann ab in die Sauna.
Das wäre ja alles noch irgendwie zu verkraften gewesen. Aber leider war auch der Gott des Vergnügens gegen uns, denn wir mussten feststellen, dass das Wetter noch zwei Tage (unsere freien Tage) so bleibt, aber am Montag alles geschlossen ist. Und alles heisst auch wirklich alles. Restaurants, Museen, Attraktionen, außer dem Strand. Aber da will bei den Temperaturen, dem Wind und dem Regen nicht wirklich jemand hin. Essen gehen? Ausgebucht, geschlossen, Warteliste. Aber halt! Zwei Attraktionen haben bestimmt geöffnet: Karls Erdbeerhof um die Ecke oder das tolle Meeresdingsbums in Stralsund. Karl fiel aus, denn als wir dran vorbei fuhren gestern standen die Autos auf den Parkplätzen knietief im Wasser. Also auf nach Stralsund, Weiterbildung.

Tickets für das Meereskunde-Museum online gekauft und schon stieg die Stimmung. Bis Sylke auf halber Strecke nach dem Parkplatz geschaut hat. „Sag mal, wir haben Tickets für das langweilige Meereskunde -Museum gekauft aber in Stralsund ist doch das tolle Ozeaneum!“. Oh je, richtig! „Kann man die umtauschen?“ Aber schon die Online-Ticket Bestellung war eine Herausforderung nicht nur aus Datenschutz und Altersangabe Gründen. Ohne Adresse, x-Zustimmungen zu diversen, bürokratisch bestimmt notwendigen, aber wetterfrustrierten Urlaubern kaum erklärbaren Zusatzauskünften war der Bestellprozess nicht abzuschließen. Jetzt das ganze rückgängig machen? Wir haben beschlossen uns dumm zu stellen, Szenarien der Frustration wegen Ablehnung ausgearbeitet und, und, und…. Letztlich war alles ganz einfach: „Klar können sie mit den Tickets hier ins Ozeaneum!“ war die freundliche Auskunft des Herrn an der Kasse. Und wir so: Uff, warum macht man sich vorher immer so einen Stress? Der Tag war gerettet. Tolle Aquarien (siehe Beitragsbild), toll gemachte Informationen, interessante Einblicke in alles was mit den Meeren zu tun hat und schwupps waren drei Stunden um.



Dann noch ein leckeres Essen in der Störtebeker Brauerei mit Verkostung der alkoholfreien Biersorten, Sauna und schon ist wieder Bettzeit. Draußen stürmt und regnet es noch immer, kalt ist es auch, aber Sylke wärmt schon mal das Bett vor.

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