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16. Dezember, 3. Advent. Wir fliegen nach Lima in Peru. Mit 9 Mill. Einwohnern wohnt 1/3 des Landes in der Hauptstadt Lima.

Der Regierungspalast auf dem Plaza Mayor in Lima. Hier wurde 1821 die Unabhängigkeit Perus erklärt.

Es gibt in Peru 46 Sprachen und nur eine davon ist Spanisch. Wir haben eine Tour in einer Reisegruppe gebucht mit Viventura. Von Lima aus geht es auf der längsten Straße der Welt, der Panamericana Richtung Süden.

Auf der Panamericana sind eigentlich nur LKW´s unterwegs. Vorwiegend mit Gemüsezwiebeln beladen.

Die Paracas Bucht wird auch Galapagos für Arme genannt. Eine Bootstour bringt uns zu den Guano Inseln mit -wo soll der ursprünglich 30 Meter hohe Dünger sonst herkommen- unglaublich vielen Vögeln und anderen Getieren.

Hunderttausende von unterschiedlichen Vögeln sorgen für den Guano.
Es haben auf den Felsen von Paracas aber auch noch andere Tiere rumgelungert.
Sehr unwirtlich, sehr faszinierend. Wir haben in einer Oase in der Wüste übernachtet und haben uns am meisten über den Pool gefreut.

Über die Oase Huacachina inmitten einer riesigen Sandwüste ging es weiter nach Nazca. Es gibt sehr viele Theorien, wie die Linien von Nazca, die Geoglyphen, entstanden sein könnten. Die wohl berühmteste ist von Eric von Däniken, der sie als Landebahnen der Außerirdischen bezeichnet hat.

Ein kleiner Ausflug mit einer Propellermaschine über die Geoglyphen von Nazca.

Von hier aus geht es weiter nach Süden. 450 km auf der Panamericana. Nach 14 Stunden Fahrt dann endlich: Arequipa, die zweitgrößte Stadt Perus.

Abends auf der Plaza de Armas mit der Kathedrale im Hintergrund.

An der Stelle der Kirche San Camillo die bei dem Erdbeben 1868 zerstört wurde ist jetzt der Marktplatz.

Auf dem Markt San Camilo gibt es nichts, was es nicht gibt und natürlich alle Früchte die Peru und der Rest der Welt zu bieten hat.

Bei einer kleinen Rundfahrt gabs auch eine Kostprobe von Ceviche, unserer neuen Lieblingsvorspeise. Das Rezept gibt’s hier: https://blog.viventura.de/peruanisches-ceviche/.

Weiter Richtung Landesinneres zur Colca-Schlucht. Angeblich die tiefste Schlucht der Welt.

Die Dörfern hier auf 3500 Metern Höhe sind spärlich bewohnt und noch spärlicher ausgestattet.

Dazu sind wir durch sehr viel Gegend gefahren. Gegend mit Vulkanen mit so tollen Namen wie Hualca Hualca, Sabancaya (immernoch aktiv) oder Pichu Pichu. Die Fahrt ging über den Patapampa Pass in 4.920 m Höhe. 

Da blieb uns dann doch mal ein bisschen die Luft weg.

Im Dorf Chivay auf 3700m in den heißen Quellen gebadet und eine schlaflose Nacht wegen Sauerstoffmangel verbracht (Da halfen auch die Coca Blätter nicht).

Durch sehr viel schöne Gegend sind wir zum Colca Canyon gefahren. Berühmt für ihre Condore, aber wir haben leider nur einen gesehen.

Sehr beeindruckend wie tief die Schlucht war. Laut Reiseführer doppelt so tief wie das Grand Canyon.

Zurück in Arequipa gings mit dem Flugzeug nach Cuzco. Die 900 000 Einwohner werden jährlich von knapp 400 000 Touristen besucht. Tendenz steigend. Sightseeing mit alten Inkastätten wie Tambomachay und die beeindruckende Festung Saqsayhuaman und den Coricancha, den Sonnentempel, überbaut mit einem katholischen Kloster.

Der Marktplatz von Cuzco, die Plaza de Armas mit Ständen an denen man (fast) alles kaufen kann.
Der Sonnentempel der Inkas (Coricancha)wurde von den Spaniern einfach mit dem Kloster Santo Domingo überbaut.

24. Dezember, Heiligabend: Wir machen uns auf zum ersten Tag auf dem Inka-Trail. Der beginnt in  „Olantaytumbo“ was so viel heisst wie „Schluss mit der Straße“. 7 Träger, 1 Koch, 1 Guide, und zwei mittelalte Paare haben die Wandergenehmigung, die streng kontrolliert wird. 

Trotz der Unterstützung durch das Team war der Inka Trail kein Spaziergang.

Erste Attraktion: Llactapata, eine Inkastadt, deren äußere Mauern so angelegt sind, dass man sofort erkennt, wem sie gewidmet ist: Der Schlange und dem Wasser. Am nächsten Tag dann über den „Pass der toten Frau“ auf 4.215 m. Jeder Schritt tut weh.

Llactapata war die erste Inka Stätte an der wir vorbei gekommen sind.
Der gesamt Inka Trail besteht gefühlt nur aus Steinstufen mit unregelmäßigem Schrittmaß. Und dann fehlt ab einer bestimmten Höhe einfach der Sauerstoff.
Intipata war eine einzige Agraranlage für den Anbau von Mais und Gemüse.

Vorbei an Intipata einer riesigen Inka-Agraranlage die auch zur Versorgung von Machu Pichu diente, erreichen wir am vierten Tag Machu Pichu (übersetzt: Alter Berg) auf 2600m Höhe.

Wir hatten absolutes Glück mit dem Wetter, denn es war bereits Regenzeit.

Machu Pichu vom Sonnentor aus, dem Ende des Inka Trails.

Zurück in Cuzco ging es dann durchs Altiplano zum Titikakasee. In Llachon, eine Art Projektdorf auf 3800 Metern Höhe, durften wir das „Zusammenleben“ von Touristen und Einheimischen in deren Häusern ausprobieren.

Für die Häuser muss bis sie fertig sind, keine Steuer bezahlt werden. Also werden sie nicht fertig. Rechts unten haben wir übernachtet.
Wir sind nicht mit einem Schilfboot gefahren. Das hätte zu lange gedauert.

Nach einer kleinen Bootsrundfahrt (der See ist 18 x so groß wie der Bodensee) ging es dann an die Grenze zu Bolivien (11 Mill. Einwohner und 3 x so groß wie Deutschland) und von da aus weiter nach La Paz. 

Insgesamt gibt es 8 Ü-Bahn Linien. Ein ziemlich praktisches Verkehrssystem. Die Strassen sind aber trotzdem verstopft.

La Paz hat ein einmaliges Transportsystem. Statt U-Bahn gibts Ü-Bahn: Die Hochbahn „Teleferico“ mit inzwischen 8 Linien. Wir haben uns als Sylvesterspass eine Tour auf der „Death Road“ Straße des Todes mit dem Fahrrad gegönnt. Von 4.600 m Höhe bis runter auf 2000 m auf der ehemals gefährlichsten Strasse der Welt.

In voller Montur ging es immer nur bergab.

1.Januar 2019: Nachdem wir die Minenstadt Oruro passiert haben sind wir weiter auf dem Altiplano (sprich in ca. 4000 Metern Höhe) bis Uyuni gefahren. Am nächsten Tag ging es mit 4 Landcruisern weiter in die berühmte Salzwüste. Erster Stop war der Eisenbahnfriedhof. Und danach war alles nur noch weiss und blau. 

Die Strecke zwischen Uyuni und Uroru war früher nur mit der Eisenbahn zu bewältigen. Als es dann die Strasse gab, wurden die alten Lokomotiven hier ausrangiert.
Am Vorabend hatte es das erste Mal seit zehn Jahren in der Salzwüste geregnet.

An Flamingoseen vorbei ging es auf kaum erkenntlichen Pisten Richtung chilenischer Grenze. 

Insgesamt gab es drei Flamingoseen. Das ist die Laguna Hedonida auf 4100 Metern Höhe.

Kurz noch vorbei an Geysiren, die fröhlich vor sich hingeblubbert und nach Schwefel gestunken haben und dann waren wir froh, dass unser Allrad-Abenteuer ein Ende hatte. 

Die Geysire von Sol de Manana liegen auf 4850 Metern im Geothermalgebiet von Potosi.
Das Valle de Luna bei San Pedro ist ein Teil der Atacama Wüste. Der Wind schichtet hier riesige Sanddünen auf…und trägt sie wieder ab.

3.Januar: In San Pedro de Atacama am Rande der Wüste angekommen, übernachtet und ins Valle de Luna (Mondtal) gefahren. Das war dann auch das Ende unserer Reise durch Peru und Bolivien: Von hier aus ging es mit dem Flugzeug nach Santiago de Chile. Dort noch eine Rundfahrt durch die Stadt und nach Valparaiso (Weltkulturerbe) und der „Komfort“ hatte ein Ende.

Valparaiso ist eine bunte Hafenstadt und Weltkulturerbe.

7.1. Wir sind auf großer Abenteuerreise von Santiago de Chile nach Ushuaia mit Dragoman. Unser Transportmittel: Ein umgebauter Truck. Erste Station Pucon, leider war das Wetter so schlecht, dass wir nicht auf den Vulkan Villarica steigen konnten.

Wehe jemand hat dieses Vehikel als Bus bezeichnet, dann gabs Ärger mit den beiden Fahrern. „It´s a truck!“. Tatsächlich hätten manche Herausforderungen der Reise mit einem Bus nicht bewältigt werden können.

Weiter Richtung Bariloche in Argentinien. An den Fenstern zog ein bisschen Schweiz, ein bisschen Schwarzwald (mit Andentannen, die in deutschen Vorgärten völlig deplaziert wirken) ein bisschen Bolivien und Peru vorbei. Gemischt mit Sonnenschein und um die Ecke Schneefall. 

Die Ruta 40 ist genauso legendär wie die Route 66. Sie zieht sich durch Argentinien und ist 5000 km lang.

Wir sind die legendäre Ruta 40 gefahren aber Che Guevara nicht begegnet (Motor Cycle Diaries).

Die Gegend um Bariloche ist voller Seen und Parks. Wir sind auch ein Stück durch den Nahuel Huapi National Park gewandert.

Eine Wanderung im Nationalpark Llao-LLao bei Bariloche führte uns vorbei an dem gleichnamigen Superhotel für die Reichen und Schönen (mit Helikopterservice und 18 Loch Golfplatz).

Nach 30 Minuten Training ging die wilde Hatz los. Sehr aufregend, aber wir haben es ohne Kentern geschafft.

Wir fahren nach Futaleufu in Chile zum Whitewater-Rafting. Der Fluss gehört zu den drei „aufregendsten Flüssen für Rafting“ weltweit. 

Der hängende Gletscher ist in ungefähr 2200 Metern Höhe. Der Weg bis zu der Aussichtsplattform führt durch einen feuchtwarmen Regenwald.

Von nächsten Stop Coihiues gings dann zu dem hängenden Gletscher im Quelat Nationalpark.

Der Cerro Castillo (nicht im Bild) liegt an der Carretera Austral in Chile. Das war das vierte Mal, dass wir die Grenze zwischen Argentinien und Chile überquert haben.

Über die Hochebene dann nach Cero Castillo, dem „Burgberg“. Weit und breit Agrarland für Rinder und Schafe.

Es gab mehrere Höhlen und Überhänge mit den gleichen Zeichnungen. Wir waren da etwas skeptisch.

Am nächsten Tag Stopp in der Cueva de las Manos. Weltkulturerbe. In einem Canyon wurden in Höhlen 9000 Jahre alte Felsmalereien entdeckt. Sah eher aus wie das Kunstprojekt einer 6.Klasse. Von hier aus ging es dann in das Herz von Patagonien.

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