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Wir sind im Land der Zulus angekommen. Unser Resort liegt am Ghost Mountain, um den sich viele Geschichten ranken. Dort sind einige Zulu-Häuptlinge begraben und der Berg gilt als heiliger Ort. Bei unserer Ankunft wartete allerdings erst einmal eine ganz andere Überraschung auf uns: ein Honeymoon-Kuchen. Offenbar sind wir nach unserer zweiten Hochzeit in Eswatini jetzt auch offiziell auf Hochzeitsreise. Hier gehts zum Honeymoon Film.

Unser Ghost-Mountain Resort war wirklich schön gelegen mit allem Komfort. Vom Balkon aus hatten wir einen tollen Blick in den Garten und auf den Pool.

Danach waren wir im Hotelpool schwimmen und haben den Beitrag über Eswatini fertig gemacht. Den findet ihr hier.

Später wurde es deutlich lebhafter. Eine Gruppe junger Zulus zeigte traditionelle Tänze – mit einer Energie und Körperbeherrschung, die wirklich beeindruckend war. Wir standen ziemlich fasziniert davor. Und manchmal auch ein bisschen irritiert. Einige der Bewegungen wirkten auf uns ausgesprochen eindeutig. Ob das tatsächlich etwas mit Balz, Paarung oder etwas ganz anderem zu tun hatte, wussten wir allerdings nicht. Irgendwann wurde Sylke mit hineingezogen. Und wer Sylke kennt, weiß: Wenn schon, denn schon. Den Film: Sylke tanzt mit den Zulus findet ihr hier.

Wir sind aber natürlich immer noch unterwegs, um wilde Tiere zu beobachten.

Der Weg zum Park führte durch ein paar “Dörfer”. Wie arm die Menschen hier sind ließ sich für uns nur erahnen. Aber: Die Schulkinder kamen uns auf dem Weg in ordentlichen Schuluniformen entgegen.

Einen Tag im uMkhuze Game Reserve, das zum iSimangaliso Wetland Park gehört – Südafrikas erster UNESCO-Welterbestätte.

Wir haben Glück. Drei Löwen sitzen an einem Wasserloch und wir hinter einem Bretterverschlag.

Wer beobachtet hier eigentlich wen?

Das war schon spannend und eigentlich eine eigene kleine Geschichte. Denn: Zuerst tauchten am anderen Ende des Wasserlochs ein paar Gnus auf.
Die Gnus wussten genau was sie erwartet und witterten die Gefahr. Also blieben sie schön auf Abstand.
Ganz anders die Perlhühner, die sich laut schnatternd unterhielten und einfach so direkt hinter den Löwen vorbei liefen.

Und am nächsten Tag im Hluhluwe-iMfolozi-Park wird alles an Resilienz verlangt, was ein Urlauber aufzubringen vermag.

Was bedeutet Urlaubs-Resilienz?

Du sitzt in einem offenen Safari-Jeep. In einem der schönsten Safari-Parks des südlichen Afrika.

Es gießt in Strömen.

Aber gebucht ist gebucht.

Also sitzt du in diesem Allradwagen ohne Fenster, eingehüllt in einen braunen, dicken Regenponcho, der eher an eine Zeltplane erinnert und in dem man selbst langsam aussieht wie ein Nashorn. Siehe Beitragsbild.

Du fährst durch Nebel und strömenden Regen und hoffst, während du versuchst, die Augen gegen den peitschenden Regen offenzuhalten, dass der Guide ein Breitmaulnashorn entdeckt. Das hat dann zum Glück gleich am Anfang geklappt.

Erst eins, dann…
…zwei und drei…die Hörner werden ständig wieder abgesägt, weil die Nashörner nur wegen ihren Hörnern gewildert werden. Denn in manchen asiatischen Ländern wird das Horn als Potenzmittel mit Gold aufgewogen. Und das kleine schwarze Ding bei dem vordersten Tier ist ein Peilsender, um im Falle eines Falles die Rhinos in dem Park wieder zu finden.
Dicht gefolgt vom Warzenschwein, das um die Ecke kam. Es gehört zu den hässlichen fünf Tieren obwohl es sich extra eine hübsche Frisur zugelegt hatte.

Und dann gabs noch zwei Rudel Elefanten. Eines ganz dicht an der Strasse, das dann die Touristen einfach im Regen stehen ließ. Den Film dazu gibt es hier.

Es waren insgesamt bestimmt zwanzig große und kleine Tiere, die allesamt tapfer der Leitkuh durch den Regen gefolgt sind.

Aber trotz der widrigen Witterung ist die Laune gut.

Du frierst ein bisschen. Die Füße sind nass, weil das Wasser am Regenponcho entlang direkt in die Schuhe läuft. Du stehst an einem Aussichtspunkt und siehst:

NICHTS.

Also fast nichts. Wie schön wäre die Landschaft bei strahlendem Sonnenschein gewesen, aber wie gesagt, wir üben uns in Langmut.
Die Geier mussten das ja auch. Tropfnass auf einem Ast ohne Aussicht und ohne Aussicht auf was leckeres zu fressen…
deprimierend.

Aber egal. Du hast Urlaub. Und die Safari ist Teil des Programms.

Das ist echte Urlaubs-Resilienz!

Und während die Hyäne sich noch mit einem alten Knochen beschäftigt hat…
…versuchten selbst die Ziegen, die wir auf der Fahrt ins Hotel gesehen haben, dem Regen auf ihre Art auszuweichen.

Nachtsafari im Hotelzimmer

Tierkontakt haben wir allerdings nicht nur tagsüber, sondern auch nachts zwischen den Safaris. Nur sind die Tiere jetzt erheblich kleiner.

Versuch mal zu schlafen, wenn ein paar Moskitos um dich herumschwirren. Unmöglich!

Licht aus. „Gute Nacht.“ Eine Minute Ruhe.

tsssss … zzzssss …

Licht an. Mückenjagd mit zwei Personen. Wobei gern eine Person mit einer Zeitung bewaffnet auf dem Bett steht (ich), während Uwe die Biester mit der bloßen Hand erlegt.

Dann wieder Licht aus. „Gute Nacht.“

Eine Minute später:

flatter … tsssss … zzzssss …

Es fehlt leider die korrekte Mückengeräusch-Flatter-Übersetzung in Lautschrift.

Licht an.

Und alles geht von vorne los.

Irgendwann sinken wir völlig entnervt in einen unruhigen Schlaf. Ich mit Mückenschutzmittel im Gesicht, Uwe unter dem Laken versteckt.

Jetzt habe ich Windpocken.

Jedenfalls sieht mein Gesicht so aus.

Hoffentlich übertragen die Biester keine Malaria!

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