Also man muss früh da oben sein, am Teide. Aber was ist früh? Ich bin mal um kurz nach 9 Uhr losgefahren. Dann hab ich mich zweimal verfahren, einfach weil ich gedacht hab, nein, in das schmale Gässchen fährst du jetzt nicht rein! Obwohl das Navi es so wollte. Als ich dann endlich auf der Straße Richtung Teide ankam, konnte ich mich in die Karavane der Mietwagen bergauf einreihen. Die „Mercaduros“ also Aussichtspunkte nach oben hab ich alle ausgelassen. Es hätte eh keinen Parkplatz mehr gegeben. Und trotzdem ich um 10:30 bei Portillo, also am Besucherzentrum war, gab es keinen Parkplatz mehr an diesem Wanderhotspot. Merke: Man muss vor 10 Uhr dort sein. Unbedingt, besser noch früher. Aber ich bin ja flexibel. 2 Kilometer weiter war wieder mal „nur“ ein Aussichtspunkt und da gab es noch Parkplätze, weil relativ unattraktiv. Nun, das liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters (siehe Beitragsbild).

Ich also meine Wanderbotten an, Daunenjacke drüber bei 2 Grad aber strahlendem Sonnenschein auf 2200 Metern und los ging es Richtung Basisstation der Seilbahn zum Teide. Von Minas Tirit, äh nein, da verwechsle ich was, Minas de San Jose (obwohl, die Landschaft könnte auch aus Herr der Ringe sein) sieben Kilometer hin und sieben zurück. Sozusagen ein kleiner Konditionstest, denn es ging immer mal wieder 200 Meter runter und dann 200 wieder hoch. Bestimmt 5 mal.

Was für eine irre Landschaft! Die Lavafelder, die sich über das Geröll geschoben haben, die Bimsformationen, die Abbruchkante der alten Caldera… Ich wäre fast noch mal 5 Kilometer weiter gelaufen, aber fürs erste reichte mir das Höhentraining.


Auf der Fahrt runter wollte ich dann an all den Aussichtspunkten anhalten, die ich auf dem Weg noch oben ausgelassen habe, aber der Teide rächte sich für meine anfängliche Missachtung und hüllte sich in Wolken. Also war ich früh wieder unten und lass nun langsam den Tag ausklingen. Nach 4 Stunden Wanderung leg ich jetzt mal die Beine hoch.

No responses yet