Categories:

Heute haben wir noch mal die Unterkunft gewechselt. Heute früh mussten wir uns eingestehen, dass das ein bisschen überambitioniert war. Wahrscheinlich wäre ein Standort für die ganzen Tage auch eine gute Entscheidung gewesen. Dafür haben wir heute Abend einen super perfekten Blick über den Atlantik.  

Wir waren kurz davor, das Cliff Resort als unser Winterdomizil auszuwählen. Wie cool ist das denn. Direkt am Meer, tolle Ausstattung etc. Bis über unsere Köpfe in 300 Meter Höhe der erste Jet zum Flughafen Cristiano Ronaldo eingeschwenkt ist. Kein Wunder, dass die Drohne hier nicht fliegen durfte (This is a no flight area. The drone will be down in 60 seconds.). Hat aber noch das nette Foto gemacht.

Bei feinstem Sonnenschein haben wir heute noch einmal eine Levada- Wanderung gemacht, weil angeblich so unanstrengend. Also das stand im Reiseführer. Zuerst mussten wir aber ganz nach oben. Heisst: Mit dem Auto abenteuerliche Strässchen in der Falllinie nach oben fahren. 40% Steigung? Normal! Goßes Problem: Es passt nur ein Auto durch die hohlen Gassen. Wir hatten immer die Hoffnung, dass uns nicht der Betonmischer entgegen kommt, dem wir schon ein paarmal begegnet sind. Da kommen die die Szenen aus Duell von Steven Spielberg in Erinnerung. Nur dass das hier keine Highways sind.

Um den Jesus ranken sich Geschichten. Wir nehmen mal an, er war genauso verkokelt wie alles drum herum nach dem Brand an diesem Berg.

Wir kamen dann ohne Betonmischer oben an. Laut Rother Wanderführer aus dem Jahr 2023 gibts dort Parkplätze ohne Ende. Leider nein, denn das Forsthaus gibt es zwar noch, aber es gibt nichts mehr zu forsten. Denn der Wald ist schon vor Jahren abgebrannt und jetzt gehts nur noch ums aufforsten. Also haben wir uns der Kamikaze Parking Ordnung angeschlossen. Berg runter, nix frei, wenden (klingt einfach, war es aber nicht), dann berghoch das Auto an einer Stelle geparkt in der Hoffnung, dass kein Betonmischer es aus Versehen Volley nimmt und in der Hoffnung, dass man nach der Wanderung auch wieder wegkommt. Aber der Chauffeur hat alles bestens gemeistert. 

Die Pinie wir überall explizit erwähnt. Denn sie hat den Brand überstanden und ist ein echtes Highlight.

Dann haben wir den Einstieg relativ leicht gefunden. Wir sind ja jetzt Profis. Aber was ein Trauerspiel! Die Levada, laut Reiseführer eine der Top 10 Wanderungen: Leer. Es kam so ein Gefühl auf, wie bei der abgebrannten Wanderung.

Den Mutigen gehört der Wanderweg. So ab und zu hatten wir dann schon ein bisschen Bammel.

Doch: Einen Kilometer später sprudelte das Wasser und der Blick öffnete sich auf diese unglaublichen Landschafts Formationen. Es kann sein, dass man diese Levada nicht wandern kann, weil sie komplett in den Wolken liegt. Wir hatten echt Glück. Nur zur Info: Wir sind auf 1020 Metern Höhe.

An manchen Stellen hätte uns Gegenverkehr ein bisschen Probleme bereitet.
Mit Steinschlag ist immer zu rechnen.
Die erste Rast nach 1,5 Stunden haben wir für ein Selfie genutzt. Aber auch mit der Drohne müssen wir da noch ein bisschen üben. Die russischen Influencer*innen haben das besser drauf.
Der Blick ins Tal ist auf jeden Fall atemberaubend.
Das Ende der Wanderung war dann ein netter Wasserfall, aber auch der einzige Platz im Schatten.
Und wieder gabs eine unglaubliche Aussicht. Nur zur Info: Da vorne, wo das Tal aufhört ist nicht Meereshöhe. Da gehts dann nochmal 500 Meter runter bis zum Atlantik. Das ist an dieser Insel wirklich einzigartig.

Also tapfer dem Weg gefolgt der eigentlich „bequem“ und „nicht ausgesetzt“ sein sollte. Da hatten wir manchmal ein anderes Gefühl, aber es war eine tolle Wanderung und die Organisatorin hat alles richtig gemacht.

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner