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Heute haben wir jede Menge Sehenswürdigkeiten nachzuholen. Wir verlassen unser schönes Karanda B&B  in Rotorua mit circa 100 m² Wohnfläche und schrecklichem Wetter. Bedanken uns brav bei den Gastgebern für das tolle Wetter heute und fahren zum Redwood Forrest Walk. Für 25 € pro Person 45 Minuten über Hängebrücken durch den Wald zu laufen ist schon mal eine Ansage. Ähnlich wie in Beelitz – Heilstätten. 

Der freundliche Herr am Eingang hat uns versichert, dass die gesamte Konstruktion von einem deutschen Ingenieur entwickelt und berechnet wurde. Übrigens ohne zu fragen. Es müssen also schon mehrere Menschen Zweifel angemeldet haben.


Danach noch ein bisschen auf eigene Faust durch den Wald geschlendert.

Schon beeindruckend: Die Bäume wachsen sehr schnell und werden bis zu 100 Meter hoch. Dann hören sie auf zu wachsen, weil sie das Wasser nicht noch weiter nach oben transportieren können. Ein ausgewachsener Baum liefert das Holz für drei bis vier komplette Häuser in dieser hier üblichen Holzständerbauweise.

Und weiter geht’s im Sauseschritt zum nächsten Highlight. Zwischen den vielen geothermalen Wegen (die übrigens alle Eintritt verlangen) konnten wir uns gar nicht entscheiden.

Das erste Higlight war der Frying Pan Krater. Heisses Wasser, das von unzähligen kleinen Geysiren gespeist wird.

Und haben uns für das Waimangu Volcanic Valley entschieden. Nicht zuletzt, weil dort das achte Weltwunder zu bewundern ist, die pink und weiß leuchtenden Sinterterrassen am Lake Rotomahana.

Das Überbleibsel des Ausbruchs ist u.a. der Inferno Crater. Hier gibt es eine direkte Verbindung zur Hölle. Fühlt sich jedenfalls so an.

Hätten wir nur einen Absatz in unserem Reiseführer weiter gelesen, wäre uns sofort klar geworden, dass wir uns im falschen Jahrhundert befinden. Die Sinterterrassen wurden durch einem Vulkanausbruch im Jahr 1886 (!!!) zerstört.  Leider haben wir die ganze Zeit im Park darauf gewartet, dass sich endlich diese spektakuläre Sehenswürdigkeit vor unseren Augen zeigt und haben die vorhandenen geothermalen Wunder gar nicht richtig geschätzt. Zum Glück gibt es trotzdem ein paar Bilder. Merke: Erfolg ist von Erwartung abhängig. 

Einen Wasserfall zu fotografieren ist eine Sache. Einen Wasserfall zu fotografieren, dessen Wasser kocht, ist eine kleine Herausforderung. Denn man muss drauf warten, dass ein Windstoß zumindest einen Teil des Dampfes wegweht. Während man selbst gefühlt gerade dampfgegart wird.

Auf dem Weg zu unserer nächsten Bleibe, der Tongario Lodge am Rand des Tongario Nationalparks, noch schnell einen Stopp an den Huka Falls gemacht. Hier verengt sich der Waikato River, der normalerweise 100 m breit ist auf 15m und stürzt dich in die Tiefe. Naja, immerhin 10m.

Das, was der Haku Fall da abliefert ist mehr als beeindruckend. Schaumwasser heisst das auf Maori.

Unterwegs ist uns erstmal klar geworden, wie die doofe Gabriele hier gewütet hat. So viele Bäume, umgeknickt wie Streichhölzer.
Und die doofe Gabi ist auch dafür zuständig, dass wir heute eine Stornierung unserer Unterkunft in der Hawkes Bay in Napier bekommen haben. Unser geplanter nächster Stopp. Kein Strom, keine Straße die hinführt, da machen auch vier Tage Urlaub dort keinen Sinn. Aber manchmal steckt der Teufel im Detail, denn gerade gestern haben wir unsere Fährüberfahrt auf  die Südinsel und die Anschlusstage gebucht. Jetzt müssen wir uns was einfallen lassen.

Und dann noch ein Selfie, das einigermaßen geklappt hat.

Und dann das größte Highlight für mich heute: ich leide unter einer Linksfahr – Phobie. Schuld daran sind meine ersten und einzigen fünf gefahrenen Kilometer auf der linken Straßenseite in Irland. Danach stand ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Uwe hat im Vorfeld angekündigt, er fährt nicht drei Monate, was ich komplett verstehen kann. Also habe ich heute mit zitternden und nassen Händen die ersten 20 km hinter mich gebracht. Ich glaube, Uwe hat mehr geschwitzt als ich.

Anmerkung der Redaktion: Hat Sylke gar nicht schlecht gemacht. Da wir aber ein Auto haben, dass mit allem Schnickschnak ausgerüstet ist, hat es immer gepiept, gepfiffen, geschimpft, wenn Sylke mal die Spur zu weit ausgereizt hat. Wird schon.

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One response

  1. Klasse, dann bekommt ihr jetzt doch noch was von Neuseeland mit. Ich dachte mit Irland hätte Sylke ein wenig mehr Toleranz zu solchen Straßen aufgebaut. Da hat oftmals kein Geodreieck zwischen der Felswand, dem Auto und dem Entgegenkommenden Fahrzeug gepasst. Aber naja 😉 (ich hab mich da immer fast übergeben)

    Liebe Grüße,
    Otto

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