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ALTE STREUNER

Reisen, kochen, leben, wie es uns gefällt

Sylke, ich und die ZEIT – eine Geschichte in drei Akten

Manche Geschichten beginnen mit einem Zufall. Unsere begann mit einer Kontaktanzeige in der ZEIT. Und jetzt, fast zwölf Jahre später, steht Sylke wieder in dieser Zeitung. Aber der Reihe nach.

Erster Akt: Eine Anzeige verändert alles

Am 30. Dezember 2014 hat Sylke eine Kontaktanzeige in der ZEIT veröffentlicht. Darin stellte sie sich einen Samstagabend vor, an dem plötzlich Freunde vor der Tür stehen, während zwei Menschen längst die Zeit vergessen haben – vor lauter Reden, Lesen, Kochen, Küssen und gemeinsamen Unternehmungen.

Mir gefiel diese Anzeige, weil sie sich kreativ vom Einerlei der üblichen Kontaktanzeigen abhob.

Am 1. Januar 2015 begann unsere gemeinsame Geschichte. Dass aus ein paar Zeilen einmal so viele gemeinsame Jahre, Reisen und Erlebnisse werden würden, konnte damals keiner von uns wissen.

Zweiter Akt: Fünf Zeilen voller Glück

Gerade einmal 60 Tage später schrieb Sylke selbst an die ZEIT. Diesmal keine Kontaktanzeige, sondern eine kleine Liebeserklärung.

Sie erzählte von unserem Kennenlernen und davon, wie wenige Zeilen das Leben zweier Menschen verändern können.

Und tatsächlich wurde ihr Text veröffentlicht.

Ich ließ diesen Zeitungsausschnitt groß aufziehen und rahmen und schenkte ihn Sylke zu ihrem Geburtstag.

Seitdem hängt er bei uns an der Wand. Eine Erinnerung daran, wie alles begann. Und daran, dass manchmal ein paar Zeilen genügen, um ein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen.

Dritter Akt: Was mein Leben reicher macht

Am 8. Oktober 2026 war es wieder so weit: Sylke stand erneut in der ZEIT. Wieder in der Rubrik „Was mein Leben reicher macht“.

Seit Jahren führt Sylke ein Zehn-Jahres-Buch. Jeden Tag hält sie darin in wenigen Zeilen fest, was sie beschäftigt, worüber sie sich freut und was ihr Sorgen macht.

Angesichts der vielen bedrückenden Nachrichten hat sie sich vor einigen Wochen etwas Neues vorgenommen: Ihre täglichen Aufzeichnungen beginnen jetzt mit dem Gedanken, was ihr Leben reicher macht.

Eine kleine Übung, die den Blick auf die schönen Dinge lenkt, ohne die weniger schönen auszublenden.

Und genau davon erzählt ihr neuer Text.

Fast zwölf Jahre liegen zwischen diesen Veröffentlichungen.

Damals ging es um das Glück, einen Menschen gefunden zu haben. Heute darum, das Glück auch in den kleinen Dingen des Alltags nicht aus den Augen zu verlieren.

Und irgendwie passt das ganz wunderbar zu den ALTEN STREUNERN.

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