Vorgestern Abend waren wir erst einmal in Santa Cruz im Auditorium de Tenerife zu einem Konzert im Rahmen der Kanarischen Musikfestspiele. Die Architektur von Calatrava tat einen Teil. Sol Gabetta als Solistin am Cello und die Bamberger Symphoniker den anderen Teil für einen sehr schönen Abend. Das (uns jedenfalls) kaum bekannte Werk von Edward Elgar für Violoncello und die Werke von Smetana und Dvorak zauberten eine ganz besondere Atmosphäre. Beseelt sind wir dann zurück in unser Domizil gefahren.


Heute dann etwas ganz anderes: Eine Wanderung um den Chinyero, den jüngsten Vulkan der Insel. Das war eigentlich der Plan B, denn es sollte, Plan A, zum Anagagebirge gehen. Da zogen aber schon morgens Wolken auf, wie wir von unserer Terrasse aus sehen konnten. Also: Nichts wie los in die andere Richtung.




Zum letzten Mal ist der Chinyero 1909 ausgebrochen und hat zwar keine Menschenleben gefordert, aber seine Lavaströme haben ziemlich viel Land verwüstet. Gestoppt konnten sie nur durch die heilige Ana werden. Was heute noch als Wunder des Chinyero gilt, denn in Sorge um ihre Dörfer haben die Einheimischen die Statue der Heiligen Ana vor dem heranrückenden Lavastrom aufgestellt und dieser kam nur wenige Meter vor der Heiligen zum Stillstand. Das wird in einigen Dörfern da oben noch heute gefeiert. Wir hatten jedenfalls nichts zu befürchten obwohl einem die schiere Gewalt dieser Gesteinsmassen auch erkaltet noch immer eine gewisse Ehrfurcht abringt.





Auf jeden Fall hatten wir tolles Wetter was uns in unserer Wahl des Wanderweges bestärkt hat, obwohl Sylke natürlich, sie war Verfechterin von Plan A, die ganze Zeit gemurrt hat, dass es im Lorbeerwald bestimmt schöner gewesen wäre. Und morgen ziehen wir um in den Süden. Nicht ohne vorher, es liegt quasi auf dem Weg, das Must-See der Insel, den Loro Park besucht zu haben. Orkas die Kunststücke in Gefangenschaft machen und andere lustige Attraktionen. Das wird was werden, ich sehe mich schon das Schild „Free Willi“ hochhalten. Muss ich heute Abend noch malen.

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