Wie toll, wenn man den Morgen beginnt, indem man Chinesen beim Tanzen zusieht, beim Qigong, und ein bisschen mit ihnen Tischtennis spielt. Alles an der Stadtmauer von Xi‘an. Was für ein Bauwerk. 14 km Lang und aus der Ming-Zeit, also hat die Mauer schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel. Aus dem Stadttor heraus, begann die Seidenstraße. Heute ist der Handel nicht mehr so kompliziert. Xi‘an hat auch mittlerweile 13 Mill. Einwohner. Was für Größenordnungen! (Hach, Berlin, du kleines Städtchen.)




Mit dem Bus sind wir dann zur Besichtigung der Terrakotta-Armee gefahren. Wenn man sich überlegt, dass ein Herrscher 200 vor Christus sich hat mit 9000 Terrakotta-Kriegen begraben lassen. Alles wurde zugeschüttet und man hat das erst durch Zufall 1974 gefunden. Jetzt kommen Millionen Besucher. Und es sind noch nicht mal alle Krieger ausgegraben und zusammengesetzt schon gar nicht. Beeindruckend.



In drei Hallen wird noch immer (und wahrscheinlich noch ziemlich lange) an der Restaurierung gearbeitet. Teilweise sind die Figuren nur noch Tonscherben. Uwe meinte, dass das mit Figuren aus Marmor oder Granit nicht passiert wäre, aber die Chinesen produzieren eben billig. Auf der Heimfahrt von der Terracotta Armee sind wir gleich zu einem frühen Abendessen gefahren. Unser Reiseleiter sucht jeden Abend etwas Tolles aus und bestellt für alle. Und da das Abendessen inkludiert ist und der Guide freie Wahl hat, probieren wir immer neue regionaler Spezialitäten. Heute waren mal die 1000-jährigen Eier im Programm. Abschiedsprogramm am späteren Abend: eine traditionelle chinesische Massage. Und morgen ist Reisetag. Wir steigen hier in den Zug, in Wuhan um (ohne Corona) und kommen abends auf unserem Yangtse Kreuzfahrtschiff an. Sieht eher so aus, als ob es keinen Post gäbe morgen.

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