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Ja die Brand-Baude. Sylke hatte schon vergessen, dass wir dort übernachtet haben. Vor 9 Jahren. Aber von Anfang an. Sylke hatte in Dresden zu tun und ein paar Tage Urlaub angehängt, Ich kam mit dem Zug und wir wollten noch mal gemeinsam den Malerweg laufen. Zumindest 2 oder 3 Etappen davon. Dieses Mal sind wir von Hohnstein losgelaufen. Bis zu unserer ersten Übernachtungsstation, die Brand-Baude bzw. der Balkon der sächsischen Schweiz war es nicht so weit, nur 2 Stunden. Hohnstein hatten wir das letzte Mal links liegen lassen. Die Festung war 1933 eines der ersten KZ´s der Nationalsozialisten. Am Samstag sollte dort die Eroberung durch die Preußen um 15:00 Uhr nachgespielt werden und um 20:00 Uhr die Rückeroberung durch die Sachsen. Mit allem drum und dran. Sylke war knapp davor dem Spektakel unbedingt beiwohnen zu wollen. Hat sich dann aber doch lieber für den Caspar-David Friedrich Weg entschieden.

Sylke, das alte Sparbrötchen, hatte uns schon vor Monaten ein tolles Zimmer gebucht. Da musste ich dann doch mal intervenieren.
Wir hatten dann fast das gleiche Zimmer wie 2017. Es sah noch genauso aus und auch sonst hat sich auf der Brand-Baude praktisch nichts verändert. Das Essen war auch das gleiche und noch genauso …naja.

Bei unserer zweiten Etappe des Malerweges war das Ziel die Ostrauer Mühle. Sylke hatte ein Zimmer in der Pension auf dem Campingplatz gebucht. Mir schwante Schlimmes. In der Neumannmühle, am Ende des Kirnitzschtals, unser eigentliches Ziel, gab es kein Zimmer mehr, nur noch ein Platz im Matratzenlager und aus dem Alter sind wir raus.

Aber zuerst einmal mussten wir dahin kommen und der Wettergott war uns leider nicht gnädig. Zeitweilig regnete es in Strömen. Irgendwann war es dann an der Zeit eher nach Abkürzungen zu suchen als den Panoramaweg (das Panorama war leider weg) bis zum Ende zu laufen.

Andererseits machte der Regen auch diesen Lurchi unvorsichtig. Wahrscheinlich hat er gedacht, wenn es so gießt, kommt keiner vorbei. Das war Sylkes erste Feuersalamandersichtung.

Kleiner Zwischenstop im Forsthaus zu einer ziemlich schlechten Eierschecke und dann noch ein bisschen Abenteuer auf dem Flößersteig.

Was soll an einem Weg entlang der Kirnitzsch schon schwierig sein? Weil gefehlt. Teilweise mussten wir uns an Ketten über Felsen hangeln.

Auf dem Campingplatz angekommen wurden wir gleich zweimal überrascht: Das Zimmer war Klasse und das Essen in der Flößerstube auch.

Frisch geklopft und zubereitet ließen wir uns das Schnitzel und einen Sauerbraten schmecken.

Bei besserem Wetter, das heisst ohne Regen, starteten wir dann zur dritten Etappe auf dem Malerweg, hoch zur Schrammsteinaussicht.

Vor dem Schrammtor gabs eine kleine Kletterpartie, die wir uns aber nicht getraut haben, bis zum Ende zu kraxeln. Hannsjörg hat uns per Whatsapp darauf hingewiesen, dass ja wichtige Termine anstehen, die wir nicht leichtsinnig gefährden sollten.

So schön wie der Malerweg zu wandern ist, so sehr hat uns wieder einmal der Zustand der Fichten getroffen. In der sächsischen Schweiz hat der Borkenkäfer ja wirklich ganze Arbeit geleistet. Teilweise sah es sehr schlimm aus und manche Wege waren gesperrt, weil die Bäume links und rechts davon jederzeit umfallen könnten.

Manchmal standen wir leicht ungläubig vor dem zerstörten Wald.
Die riesige Buche am kleinen Brebisch Tor zeigt, welche Bäume sich erfogreich gegen den Klimawandel und die Schädlinge zur Wehr setzen können.

Zurück im Kirnitzschtal brachte uns dann der Bus in das schwer zu buchende Luxusresort Elbresidenz. Also angeblich ist es ja immer ausgebucht. Da Sylke aber schon vor Monaten die Wanderung klar gemacht hat, durften wir ein durchschnittliches Zimmer für einen überdurchschnittlichen Preis beziehen und ein unterdurchschnittliches Abendessen genießen. Der nächste Tag sollte dann der schönste Tag der Woche werden, wettermäßig, war aber nicht wirklich so. Jedenfalls haben wir uns eine Etappe auf dem Malerweg ausgesucht, die wir so noch nicht gelaufen sind. Nur ein kleines Stückchen davon mit Otto zusammen 2017.

Der Caspar-David Friedrich Weg soll angeblich der schönste Wanderweg der sächsischen Schweiz sein. Wir waren nicht wirklich davon überzeugt, haben aber die Rast nach dem Aufstieg aus dem Elbetal genossen.
Eine der Attraktionen auf dem Caspar-David Friedrich Weg ist die Kaiserkrone, so heisst dieser Gipfel auf der anderen Seite der Elbe. Da waren wir noch ziemlich alleine unterwegs.

Der Tag des Abschieds nahte und wir haben uns am Sonntag dann auf den Rückweg gemacht. Nicht ohne noch einmal einen kurzen Sprint von Rathen hoch auf die Bastei hinzulegen, bevor wir dann zurück Richtung Norden nach Hause gefahren sind. War trotz dem durchwachsenen Wetter wieder eine schöne Zeit in Sylkes Heimat mit Sylke zusammen gewesen.

Sonntag auf der Bastei. Alleine ist man da nicht.
Die Aussichten sind immer wieder super schön und beeindruckend.
Zurück nach Rathen ging es dann durch die Schwedenlöcher. Und am Ende gabs noch eine Belohnung mit einem sehr leckeren Eis aus der sächsischen Eismanufaktur.

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One response

  1. Schöne Landschaft! War in meiner Jugend, 9. Klasse, eine Woche mit der SCHULKLASSE dort in einer Jugendherberge!! – Super Erinnerung-
    Vor 6 Jahren waren wir mit Bekannten nochmals dort und mit einer Schiffsfahrt !!
    2011 bei Hochwasser im Elbschlösschen gewohnt, mit schlechter Verpflegung (leider)!
    Sind dann zum Lilienstein!!
    Diese Landschaft ist herrlich, aber man muss gut zu Fuß sein 👍🖖🖖
    Liebe Grüße aus Kleinmachnow

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