Categories:

Hannsjörg und Ulrike, unsere Nachbarn aus Kleinmachnow sind auf Teneriffa angekommen. Vorgestern haben wir uns dann zu einer Wanderung und zum Essen verabredet. Die Beiden haben ein hübsches Apartment in La Caleta gemietet und nach dem ersten Schock (kein Schlüssel, niemand erreichbar, wir haben schon unser Kinderzimmer mit Stockbett angeboten) sich gut eingelebt. Immerhin sind sie ja nicht das erste Mal auf der Insel.

Gleich außerhalb von La Caleta, das ein „Vorort“ von Adeje ist, verläuft ein Wanderweg an der Küste entlang.
In den Buchten war teilweise ziemlich viel los. Und die eine oder andere ist sogar offiziell als Nacktbadebucht ausgewiesen. Den Anblick wollten wir euch aber ersparen. Obwohl, Hannsjörg hatte sein Fernglas dabei.

Wir sind dann zusammen an der Küste von Bucht zu Bucht gewandert, haben in Puertito ein bisschen gegessen und getrunken und nach einem Bad im hauseigenen Pool sind wir noch die Promenade entlang gelaufen, um dann in einem netten Restaurant einen Wolfsbarsch in der Salzkruste zu genießen. Die Vorspeisen dort waren aber auch schon sehr lecker.

Puertito besteht eigentlich nur aus fünf Häusern und einer engen Gasse plus Kneipe. Dahinter sind aber schon die Bagger am baggern. Für neue Tourihochburgen.

Nach einem faulen Tag gestern, heute dann eine Wanderung von Arona über den Sattel des Amazon Berges, so nennt Sylke den, er heisst nämlich Roque de los Brezos. Im Wanderführer steht „überwiegend leichte Rundtour“. Das hat Sylke heute aber ganz anders gesehen. Sie schiebt ihre Schwächeanfälle beim Aufstieg allerdings auf das ausgefallene Frühstück. Nach einer Schinken Käse Stulle auf halber Höhe gings dann besser.

Suchbild 1: Wo ist Sylke in der Barranco del Rey? Die Schlucht ist jedenfalls ganz am Anfang der Wanderung schon ziemlich eindrucksvoll.
Etwas problematisch ist der Weg aus der Schlucht heraus. Vor uns die Wanderer haben schon mal den Aufstieg nicht gefunden und sind am Grund weiter gewandert. Aber wir kannten uns ja aus.
Oben auf dem Sattel ist ein alter Dreschplatz der Ureinwohner (der runde Kreis links im Bild) und ein paar verlassene Hütten.
Suchbild 2: Wo ist Uwe? Der Weg durch die Wand über einer anderen Schlucht bot tolle Ausblicke.
Wieder gab es die Chance auf ein interessantes Grundstück mit Haus. Sylke sagte allerdings die Terrasseneinfassung nicht zu.
Der obere Teil der Barranco del Rey hatte einmal eine Quelle, die durch die ganze Schlucht bis ans Meer die Gegend mit Wasser versorgte. Die Schlucht (siehe Beitragsbild) ist heute komplett trocken.

Die Tour ist jedenfalls grandios, mit einem tollen Blick über den Südteil der Insel. Bis auf das letzte Drittel und den Abstieg entlang der ganzen Wasser- und Abwasserrohre von Ifonche und den Dörfern darüber. Apropos Wasser: Auch hier sind die ganzen Terrassen, die sicherlich früher teilweise mit Wein bestellt wurden, alle aufgelassen. Die einzige Quelle hier oben ist versiegt und die Finanzquellen für die Einwohner liegen wahrscheinlich auch eher unten an der Küste. Jedenfalls haben wir da auch vorgestern in Anbetracht der sich an der Promenade von Adeje aneinanderreihenden Restaurants und Läden dran gedacht. Über 80% der Einkünfte auf Teneriffa sind eben touristischer Natur. Nichts desto trotz: Diese beiden Wanderungen verliefen, man glaubt es kaum, ohne Teide Blick.

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner