Hannsjörg und Ulrike, unsere Nachbarn aus Kleinmachnow sind auf Teneriffa angekommen. Vorgestern haben wir uns dann zu einer Wanderung und zum Essen verabredet. Die Beiden haben ein hübsches Apartment in La Caleta gemietet und nach dem ersten Schock (kein Schlüssel, niemand erreichbar, wir haben schon unser Kinderzimmer mit Stockbett angeboten) sich gut eingelebt. Immerhin sind sie ja nicht das erste Mal auf der Insel.


Wir sind dann zusammen an der Küste von Bucht zu Bucht gewandert, haben in Puertito ein bisschen gegessen und getrunken und nach einem Bad im hauseigenen Pool sind wir noch die Promenade entlang gelaufen, um dann in einem netten Restaurant einen Wolfsbarsch in der Salzkruste zu genießen. Die Vorspeisen dort waren aber auch schon sehr lecker.

Nach einem faulen Tag gestern, heute dann eine Wanderung von Arona über den Sattel des Amazon Berges, so nennt Sylke den, er heisst nämlich Roque de los Brezos. Im Wanderführer steht „überwiegend leichte Rundtour“. Das hat Sylke heute aber ganz anders gesehen. Sie schiebt ihre Schwächeanfälle beim Aufstieg allerdings auf das ausgefallene Frühstück. Nach einer Schinken Käse Stulle auf halber Höhe gings dann besser.






Die Tour ist jedenfalls grandios, mit einem tollen Blick über den Südteil der Insel. Bis auf das letzte Drittel und den Abstieg entlang der ganzen Wasser- und Abwasserrohre von Ifonche und den Dörfern darüber. Apropos Wasser: Auch hier sind die ganzen Terrassen, die sicherlich früher teilweise mit Wein bestellt wurden, alle aufgelassen. Die einzige Quelle hier oben ist versiegt und die Finanzquellen für die Einwohner liegen wahrscheinlich auch eher unten an der Küste. Jedenfalls haben wir da auch vorgestern in Anbetracht der sich an der Promenade von Adeje aneinanderreihenden Restaurants und Läden dran gedacht. Über 80% der Einkünfte auf Teneriffa sind eben touristischer Natur. Nichts desto trotz: Diese beiden Wanderungen verliefen, man glaubt es kaum, ohne Teide Blick.

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