Ich muss an meiner Wanderperformance arbeiten. Warum? Hier ein kleiner Erklärungsversuch.
Nach einer Pause beim Wandern wollen wir wieder los. Bis ich aufgestanden bin und mich orientiert habe, kommen wir eigentlich von rechts und wandern nach links weiter oder umgedreht, ist Uwe schon wieder 20 m vor mir. Ich sehe von meinem Freund immer nur den Rücken, denn ich wandere in einem angeblich unfassbar langsamen Tempo. Zitat Uwe: „Ein bisschen langsamer und Du gehst rückwärts“. Komisch, das ist sonst mein Text beim Fahrradfahren: „Ein bisschen langsamer und du fällst um“. Ich wandere auch neuerdings mit auf dem Rücken verschränkten Armen. Zitat Marie: „Mama, so wandern nur 100-jährige“. Ist aber schwierig, sich das wieder abzugewöhnen. Was ich sagen will, ich bin eben nicht mehr 30. Face the facts.

Gestern mal schnell in Las Vegas gewesen. Zum Glück nicht bei den doofen Amis, sondern hier in einem Minidorf auf der Insel. Rother Wanderführer „Circular Las Vegas“ Tour gelaufen.






Anmerkung der Redaktion: Dass wir uns so eine „kurze“ Tour am Hausberg ausgesucht hatten (wir waren dann doch dreieinhalb Stunden unterwegs), lag an unserem exzessiven Sportprogramm am Vormittag. Sylke Yoga, ich ein bisschen Krafttraining. Und dass es so lange gedauert hat, da nehme ich meine Liebste in Schutz, lag an der Losung: Ich mach eine botanische Tour. Jeder Blüte wurde fotografiert.

Und heute wollten wir es wieder wissen. Auf ins Anaga-Gebirge und die Wanderung „Afur-Taganana“ aus den Jahr 2025 endlich in Angriff nehmen! Ihr wisst, dort ist ganz oft schlechtes Wetter (mindestens dann, wenn wir dorthin fahren). Anmerkung der Redaktion: Wir waren noch nicht gestartet, ging die Diskussion los: „Dort ist schlechtes Wetter, guck mal die Wolken“, „Nein, wir werden heute Glück haben“, „Nicht doch lieber Plan B?“, „Nein, wir fahren jetzt nach Afur“.

Schließlich war der Wandergott mit uns, mindestens zu 50 %. Die erste Hälfte der Strecke im wunderbaren Sonnenschein gelaufen. Herrlicher Weg an der Steilküste. Dann ging es bergauf und die Wolken hingen immer tiefer.









Ging das krass weit nach oben. Ich hab zwischendrin ein Selfie gemacht und dachte, das kann Uwe nach meinem Ableben dann als mein letztes Foto für die Traueranzeige verwenden.

Aber der Freund, wie immer weit vor mir, musste am Gipfel auch das T-Shirt wechseln.
Die gute Tat des Tages, waren zwei Allgäuer, die schon seit 1 Stunde auf den Bus gewartet haben. Wie sich herausstellte, sollte der Bus erst in 1 Stunde kommen. Wir haben die beiden ein Stückchen mitgenommen. Ohne Auto auf der Insel, das ist gar nicht so einfach. Die beiden sind eine Woche hier und dann vier Wochen auf La Gomera und dann mal sehen wie’s weitergeht. Einen Rückflug haben sie noch nicht. Wie cool. Anmerkung der Redaktion: Da möchte ich mal Sylke erleben, wenn wir ohne gebuchten Flug durch die Welt streunern würden.

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