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Nein, es ist nicht der „Catch of the day“ sondern nur mein Abendessen heute. Frisch vom Markt. Da es auch bei uns hier ziemlich kühl ist, ja klar, kein Vergleich zu den Temperaturen zu Hause in Deutschland, gabs heute eine Zusatzdecke. Die Decke im Apartment ist nämlich sehr sommerlich und bei 14 Grad nachts, hab ich dann doch etwas gefröstelt. Wenn die Frostbeule Sylke nächste Woche kommt, wollte ich ihr das nicht zumuten. Also zuerst nach Icod gefahren um bei der Schwiegermutter der Vermieterin des Apartments die Decke abzuholen (ihr Moped war kaputt, sonst hätte sie sie vorbei gebracht).

In Icod kann man von manchen Stellen aus den Teide ganz wunderbar sehen und heute sogar mal wieder komplett ohne Wolken. Der Wind hat gedreht und kommt jetzt aus Süden. Roberta, die Schwiegermutter, hat bei der Deckenübergabe gemeint, dass selbst die Einheimischen noch nie so einen kalten Januar erlebt haben.

Dann kurz auf den Markt um anschließend endlich mal die Sonne auf meiner Terrasse zu genießen. Heute ging sie gleich hinter den wolkenlosen Bergen auf. Allerdings wird es um 14:00 Uhr dann wieder schattig.

Aber bis fast 14:00 Uhr konnte ich endlich mal meinen Vitamin D Level ein bisschen auffüllen. Ok, Selfies sind auch nicht mein Ding!

Da hab ich beschlossen, doch mal das Dorf über meinem Domizil zu inspizieren: Realejos bajos. Schmale, fussgängerfeindliche Strassen, gerne auch noch zugeparkt, mindestens drei Kirchen und viele alte Häuser. Manche schon gebaut weit vor der Jahrhundertwende.

Berg hoch zur Iglesia de la Concepcion fallen gleich die alten Drachenbäume auf.
Die Drachenbäume vorne wurden mit denen vom Friedhof gepflanzt. Sie stehen da also schon länger. Auf der Treppe hab ich auch gesessen und mich vom Aufstieg ausgeruht.
Da muss man erst mal hoch laufen. Ist nicht gerade die Falllinie aber fast.

Zwischendrin, gabs dann einige Lücken und zusammengefallene, früher bestimmt sehr schöne Häuser. Die Gegend scheint also nicht der Hotspot Teneriffas zu sein, obwohl sich hier seit dem 15. Jahrhundert für die Geschichte Teneriffas laut Wikipedia einige wichtige Dinge für die Entwicklung der Insel zugetragen haben. Aber das würde jetzt hier im Blog zu weit führen.

Im Stadtkern stehen noch einige Häuser aus der Gründerzeit. Ich hab vergeblich nach einem Infopunkt oder einem Touristoffice gesucht. Aber ich hab das mit dem Wasserlift rausgefunden, da finde ich bestimmt auch noch ein paar Infos zu Realejos über Wikipedia hinaus.

Was ich völlig unterschätzt hatte: Auf der App sehen die Distanzen wirklich klein aus. Wie, für 2 Kilometer 30 Minuten? Klar, es geht 2 Kilometer einfach mit 15 Grad Steigung, manchmal auch mehr bergauf. Da hab ich mir dann doch mein Abendessen redlich verdient.

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