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Der Tag heute stand ganz im Zeichen des Wassers. Zum Glück diesmal nicht von oben. Denn kaum zu glauben: Die Sonne scheint! Also nichts wie los, die Umgebung erkunden. Einen kleinen Teil hab ich ja schon am Montag „erwandert“. Heute ging es noch ein ganzes Stück weiter Richtung Puerto de la Cruz und in die andere Richtung nach Icod.

Von meiner Terrasse aus kann man eine komische Ruine sehen. Abenteuerlich an den Klippen gebaut. Ich hab mal nachgeschaut, war gar nicht so einfach rauszufinden. Es sind die Ruinen des Wasserhebewerks von Gordejuela.

Der „Wasserlift“ hatte einen 50 Meter hohen Schornstein, der inzwischen, wie die Decken, das Dach und die Fenster zusammen gebrochen ist. Eine Initiative bemüht sich darum die Ruine zu konservieren und zugänglich zu machen. Immerhin handelt es sich um das wichtigste Industriedenkmal Teneriffas. Aber so richtig scheint das nicht zu gelingen.

1902 gebaut, beherbergte das Gebäude die erste Dampfmaschine Teneriffas. Sie hat das Wasser, das aus dem Orotava Tal auf den tiefen Gesteinsschichten ungenutzt ins Meer floss, gesammelt und 270 Meter hoch in ein Speicherbecken gepumpt. Von dort aus wurde es dann verteilt. Mit dem neuen Wanderweg entlang der Küste im Naturschutzgebiet erlangte sie nach einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf schlagartig Bekanntheit durch einen Influencer, der ein waghalsiges Drohnenfoto auf den Mauern viral gehen lies. Ich hatte zwar auch meine Drohne dabei, aber jetzt ist es verboten dort zu fliegen. Mal abgesehen davon dass mich nichts und niemand auf diese Mauern gebracht hätte.

Da überall aus den Felsspalten Wasser kommt (aber nur noch wenig, es gab Fotos von richtigen Wasserfällen zur Jahrhundertwende 18/19.) gibt es auch einige Levadas hier im Naturpark.
Eigentlich wollten wir ja die Hütte da oben mieten, war aber schon ausgebucht. Schade!

Der Weg führt dann weiter bis fast ins Zentrum von Puerto de la Cruz. Soweit bin ich heute aber nicht gekommen, denn ich wollte auch noch in die andere Richtung gehen.

Auch in der Barancco de Ruiz lief mal deutlich mehr Wasser vom Teide herunter. Jetzt ist das nur noch ein müdes Rinnsal. Und das nach dem Regen der letzten Tage. Teneriffa, das ist bekannt, hat ein Wasserproblem.
Und das liegt nicht allein an den Bananenplantagen die es hier reichlich gibt. Auch nicht an den hübschen Blumen vom Beitragsbild. Sondern leider an der Vielzahl der duschenden Rentnerinnen und Rentner in ihren Betonburgen. Mich eingeschlossen.
Das mit dem Baden gehen hat auch heute nicht geklappt. Wasser hin oder her. Es lag vor allem an den vielen Steinen am Strand. Sonst natürlich, kein Problem!

Da ist nämlich der Strand von Socorro. Nach den Parkplätzen zu schließen die dort angelegt wurden, ist das bestimmt ein absolutes Highlight im Sommer. Jetzt trieben sich nur 3 einsame Surfer in den ziemlich hohen Wellen rum. Auf dem Rückweg dann noch kurz angehalten an der Schlucht von Ruiz, die auch einmal voll Wasser war und dann fix zurück nach Hause. Morgen ist auch noch ein Tag. 

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