Categories:

Wer sich informiert ist klar im Vorteil. Außer wenn es ums Wetter geht. Aber der Reihe nach.

Ich wollte heute oben in der Sonne (bei mir in San Vicente war Dauerregen), auf dem Hochplateau, den Canadas, wandern. Erfahrungsgemäss (also in Bezug auf letztes Jahr) scheint die Sonne spätestens ab 1500 Metern Höhe. Ein Blick auf die Wetter-App: Sieht gut aus. Also den nächsten Guss abgewartet und dann ab ins Auto. Wer Frustationen nicht ab kann, sollte jetzt besser nicht weiter lesen.

Stellenweise war es so nebelig, dass man keine 20 Meter sehen konnte.

Der Scheibenwischer lief noch bei 800 Metern, bei 1000 Metern, mal abgesehen davon, dass man von nun an kaum mehr die Hand vor Augen sah, bei 1200 Metern, bei 1500 Metern und so weiter.

Wo Puerto de Santa Cruz da unten ist, konnte man auf dem Aussichtspunkt nur ahnen.

Als es endlich, praktisch im Windschatten des Teide hell wurde und die Sonne sich gegen die Wolken durchsetzen konnte, hatte es 0 Grad. Siehe Beitragsbild, da kommen die Wolken gerade noch so über die Kante.

Natürlich war ab da dann jeder Parkplatz gerammelt voll. Wie konnte ich das vergessen. Man muss ziemlich früh da oben sein um überhaupt noch eine Chance auf einen einigermaßen legalen Parkplatz zu haben. Was mich noch mehr gewundert hat: Alle Restaurants an der Strecke hatten das gleiche Problem ob in den Wolken oder nicht: Katastrophale Parksituationen mit total überfüllten Plätzen. 

Ich hatte meinen Kompass nicht dabei und auch keine Stirnlampe um hier auf den Wanderweg, den ich mir ausgesucht hatte einzubiegen.

Wandern: Fehlanzeige. Ich konnte mir einen leicht abenteuerlichen Parkplatz am Rande der Tourimassen ergattern und habe ein bisschen abseits mein Brot und meine Banane in der Sonne genossen.

Ich bin ja einigermaßen flexibel. Also in der Sonne dann doch ein ruhiges Plätzchen gefunden und relaxt. Auf der anderen Strassenseite wäre es noch netter gewesen, aber da, hinter den Felsen, war die „ich muss jetzt mal dringend“ Haltestelle.

So beim Mampfen dachte ich bei mir: Du könntest ja jetzt beides verbinden: Ein bisschen Strand im Süden und ein bisschen Einkaufen, denn der Kaffee ist alle und „ohne Gaffee gönnen mer nisch gämpfen“ wie der Sachse sagt. Also runter auf die Südseite aber was für eine Überraschung: Dort war es genauso trübe. Strand fiel aus.

Vom Weg nach oben kaum zu unterscheiden. Aber es wurde wärmer Richtung Süden.
Ein seltener Anblick. Los Americanos mit Wolken. Da waren sicherlich einige andere deutsche Rentner (das ist ihr Paradies) auch frustriert heute.

Dann wenigstens einkaufen! Der erste Hipo Dino hatte geschlossen. Nanu, wahrscheinlich weil die sonst auch am Sonntag auf haben. Irgendwann muss ja mal Ruhetag sein! Der nächste Lidl: zu. Noch ein kleines Techtelmechtel davor mit der Polizei, weil ich falsch abgebogen bin, aber mit einem englisch sprechenden Touri wollten sie dann doch keinen Zoff anfangen. Aber was ist denn mit den Supermärkten los und warum sind alle Restaurants knallvoll? Ein Blick auf das Datum hätte genügt: 6. Januar, Heilige Drei Könige in einem katholischen Land = Oberfeiertag natürlich. Also zum Wetterfrust, Wanderfrust jetzt auch noch Kaffeefrust. 

Über den Pass sind wir schon ein paarmal gefahren, aber haben da noch nie den Teide sehen können. Verrücktes Wetter.

Einziger Lichtblick war auf dem Pass bei Santiago del Teide wo ordentlich die Sonne schien aber dann wieder Richtung meiner Ferienwohnung im Orotava Tal: Dicke Wolken und: Scheibenwischer. Ein Tag zum abhaken.

Tags:

One response

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Cookie Consent mit Real Cookie Banner