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Da gab es gestern Abend noch in unserem Baumhaus am Meer einen standesgemäßen Sonnenuntergang. Was für ein Abendrot.

Da habe ich lange vorher rumprobiert mit Belichtungszeiten an anderen Locations, etc. Und dann einfach Nachts aufgewacht und ein Foto gemacht. Wie der junge Mann im Zimmer neben uns, war ich auf dem Weg zum Örtchen.

Und dann schien auch noch der Mond um 5 Uhr morgens direkt in unser Zimmer. Was für eine Stimmung!

Der Highway 6 wird als die schönste Strasse der südlichen Insel beschrieben. Und tatsächlich weiss man nicht, wo man überall anhalten soll, um Fotos zu machen.

Heute sind wir auf der Südinsel an der Westküste Richtung Süden unterwegs. Was für eine Strasse. Kilometerweit geradeaus und dann kommt wieder ein Abschnitt, wie in den Bergen mit 180 Grad Serpentinen.

Und zwischendurch Lookouts mit spektakulären Felsen. Im Reiseführer für Surfer, für das das hier sicher ein Paradies wäre steht: Entweder du bist Professional, oder es ist besser du bleibst auf dem Parkplatz.

Die Küstenstraße von Greymouth Richtung Süden ist sehr spektakulär. Rechts das Meer. Dann die Straße. Dann der Berg mit fettem Regenwald auf der anderen Seite. Picknick am Strand, statt Eibroten gab es heute etwas anderes. Was man nicht alles aus Liebe macht !

Zwischendurch gabs den Lake Mahinapua. Ganz versteckt. Wenn wir als Camper unterwegs gewesen wären: Das wäre unser Platz für die Nacht. Sehr coole Location!

250 km können sich ganz schön ziehen. Obwohl das mit dem Verkehr ja ganz entspannt ist (ich muss ja nicht fahren). Die Brücken (sehr viele) sind immer einspurig. Für nervöse Fahrer wird immer angezeigt, wann eine Möglichkeit zum überholen ist. Es stehen sehr viele Hütchen am Straßenrand, um anzuzeigen, dass hier z.B. die Hälfte der Straße weggebrochen ist. Hütchen-Abstand ist circa 15 cm. Also wirklich viiiiiile Hütchen. 

Da hatten wir doch einen kleinen Stress wegen des Parkplatzes. Denn: Um 11:00 Uhr ist Flut. Heisst: Die richtigen Attraktionen hier kann man nur bei Flut richtig betrachten. Die Blowholes. Wo die Wellen des Pazifik durch die Höhlen der Pancakes drücken und dann oben drüber das Wasser rausschiesst. Also: Alle Touris und alle Busreisenden sind um 11:00 hier. Wir natürlich auch. Hatten wir ja so geplant. Aber: Der Parkplatz war voll. Wir: Urlaubsstimmung. Entspannt umgedreht und 200 Meter weiter locker einen Parkplatz gefunden. Um 12:00, nach unserer Runde waren alle Parkplätze leer. Aber eben auch die Blowholes.
Vom Lärm mal abgesehen: Wenn das Meer tatsächlich so ein Spektakel macht ist ein Regenbogen das mindeste was man als Fotograf erwarten kann.

Der erste Zwischenstopp war an den berühmten Pancake Rocks. Diese Felsformationen sehen wirklich so aus, als ob Pfannkuchen über einander gestapelt sind. 

Wenn Sturm und volle Flut ist, wird man hier sicherlich nass. Aber dann scheint natürlich auch nicht die Sonne. Also waren wir zufreiden mit dem Spektakel das sich uns bot. Und das war schon ziemlich beeindruckend.

Unsere Bekannten in Auckland haben gesagt, dass es ziemlich einfach ist in Neuseeland ein Führerschein zu erwerben. Du gehst in die Prüfungsstelle. Fährst 10 Minuten. Bekommst eine Fahrerlaubnis. (Das wollte ich im Internet noch mal recherchieren, aber da wurde mir nur angezeigt, dass es in Ägypten sehr einfach ist und von Deutschland nicht soweit entfernt, eine Fahrerlaubnis zu bekommen. Man muss nur 15 m vorwärts und 15 m rückwärts fahren.)

Unsere erste Nacht in einem echten Motel hier in Neuseeland. Aber: Alles schick. Wir konnten sogar in der Abendsonne, obwohl wir vorher durch Regenwolken gefahren, sind draußen essen. Ist nicht unser Mietwagen, aber macht nix.. Einfach den Couchtisch vor die Tür gestellt und ganz entspannt genossen.

Jetzt sind wir in Fox Glacier. Man soll sich das noch angucken, solange es die Gletscher noch gibt. Der Klimawandel hat hier massive seine Spuren hinterlassen. Vor 300 Jahren hat der Gletscher noch ins Meer gekalbt. Jetzt fährt man 15 km bis zum Gletscherfuß. Leider haben wir erst auf der Fahrt recherchiert, dass die Westküste hier die regenreichste Gegend in Neuseeland ist. Es regnet an manchen Stellen 10.000 mm/Jahr. Zum Vergleich, in Hamburg, wo es eigentlich immer regnet, sind es 750 mm/Jahr. 

Wir haben Glück. Es gab zwar ein paar Regentropfen, aber jetzt zum Abendessen scheint die Sonne, aber bestimmt nur um unser Motel Mount Cook View in einem besseren Licht dastehen zu lassen. Parken vor der Tür, alles ein bisschen seltsam, da muss ich doch an Gruselfilme denken, die in solchen Locations spielen.  

Und heute mal Pamela Ursula Sylke angezogen mit „Flaming Skies“ über dem Motel.

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  1. Die Pancake Rocks – man kann Euch um das Wetter an der Westküste direkt beneiden. Wir waren 3-mal dort und beim dritten Mal war Superwetter mit Flut und wenig Menschen, die ersten beiden Male hatte es nur geschüttet. Tolle Bilder.

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