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Der Tag beginnt mit einer Katastrophe, aus Sicht der beiden, die immer bis minimum 9.00 Uhr schlafen. Wir stehen 5.30 Uhr auf !!!! 

Wir müssen 6.00 Uhr unseren Stall in Stratford verlassen, weil wir 11.00 Uhr in Wellington den Mietwagen abgeben müssen. Vorher wollen wir aber noch Sylkes Schrankkoffer etc. im neuen Hotel abwerfen und tanken…. da ist Stress schon vorprogrammiert. Eigentlich war ja alles ganz anders geplant, weil wir von Hawkes Bay anreisen wollten. (Noch immer sind dort alle Straßen unterbrochen und wir würden jetzt in Napier festsitzen, zum Glück haben wir umdisponiert.) 

Ein beliebtes Fotomotiv am Hafen: Der Schriftzug der Landeshauptstadt Wellington. Wir hatten Glück und mussten nicht lange anstehen, aber es bilden sich hinter uns schon Schlangen. Da war das Wetter noch ok.

Aber angekommen in Wellington war alles ganz einfach, kurzer Stopp am Hotel, Koffer raus, tanken, kurzer Stopp bei der Mietwagenfirma, die wollten nur die Schlüssel. Fertig! Ohne Stress. Es ist 10.55 Uhr. Perfekt. Jetzt erkunden wir zwei Tage die Hauptstadt der Kiwis. 

Das wohl am meisten fotografierte Objekt rund um den Hafen in Wellington ist der nackte Mann. Und klar, alle Damen träumen von seinem Astralkörper. Warum sie ihn dann unbedingt ins Meer schubsen wollen, erschließt sich dem Beobachter nicht.

Eine mittelgroße Stadt, am Meer (immer toll), mit der tollsten Kaffeetradition weltweit. 

Im ersten Geschäft, Uwe will unbedingt ein NZ Sailing Team Basecap, meinte der Verkäufer nur „Ach, ihr wollt auf die Südinsel? Von 6 Fähren fährt nur noch eine: Motorschaden, aufgelaufen, fehlende Ersatzteile etc. Ohne Reservierung geht gar nichts und besser wäre, ihr würdet fliegen. Mit Auto geht sowieso nichts mehr“ Zum Glück sind wir als Fußgänger unterwegs, aber wie es weitergeht, wissen wir nicht so genau.

Ich habe mich wirklich gewundert, warum es auf den Ampeln einen Frosch gibt, der zum Anhalten auffordert. Bis Sylke mich aufgeklärt hat, dass das ein Maori bei einem Haka sein soll.

Warten wir’s ab. Noch ist nicht Freitag und eine Fähre hat zumindest heute den Hafen hier verlassen. Allerdings im strömenden Regen. Das hat sich schon angekündigt und unsere Pläne zum Victoria Lookout etc. haben sich angesichts einer Wolkendecke auf 50 Metern Höhe aufgelöst. Was tun?

Vor dem Museum, im Informationszentrum hat uns erstmal Gandalf erwartet. Nicht lebendig, aber die Hobbit Geschichte wird auch hier überall zelebriert.

Zum Glück verfügt Wellington über das Te Papa Tongarewa Museum. Das gehört laut Tripadvirsor zu den 20 besten Museen weltweit. Also: Nichts wie hin!

Von außen ist es architektonisch nicht wirklich gelungen. Aber das Innenleben ist cool. Auf 5 Ebenen gibt es allerhand zu sehen, von den Anfängen von Aotearoa, also Neuseeland, bis hin zu aktueller Kunst (Das Beitragsbild ist z.B. von Julian Dashper, einem Künstler aus Neuseeland). 

Wir waren gerade Zeugen eines Erdbebens. Haben zwar nichts gemerkt, aber die Überwachung der tektonischen Aktivitäten und die Dokumentation im Museum ist beeindruckend.
Allein seit wir ankamen auf Neuseeland gab es unzählige Beben in unterschiedlichen Tiefen. Die pazifische Platte schiebt sich hier unter die australische mit 4 cm am Tag. Das gibt richtig Stress in den Erdschichten.

Wir haben auch nebenbei erfahren, dass vor 1:53h das letzte Erdbeben mit einer Magnitude von 3,3 hier nahe Wellington war.

Ich weiß jetzt, wie der Lake Taupo entstanden ist, also der See neben der Tongariro Lodge. Vor 25 000 Jahren gab es eine gewaltige Eruption der Vulkane dort. Aber statt einen Kegel zu bilden sind die Magmakammer eingebrochen und dann ist alles mit Wasser vollgelaufen. Faszinierend.

Die Farbtafeln von Rebecca Baumann, die sich alle paar Sekunden ändern erinnern an die Kartenkarussells, die in den 80er Jahren auf jedem Schreibtisch in jedem Sekretariat standen.

Wir haben uns viel Neuseeländische Kunst angesehen, aber der echte Maori hat mir besser gefallen. Der hat die „Kunst“ bewacht und ich dachte, der ist ein bisschen seltsam. Aber kaum nach einem Foto gefragt, hat er uns die Welt und Deutschland erklärt. Allein auf ein Foto war keine Option für ihn, aber zusammen, klar, gern. Er war schon vier Mal in Deutschland und kann gar nicht verstehen, dass wir mit den Kathedralen und bunten Feldern unser Land nicht super toll finden.

Das coolste Kunstobjekt war allerdings der Museumswärter. Und vor allem hatte er super viel zu erzählen.

Jetzt sind wir in unserem City-Hotel. Schade, du schöner Stall, gebucht über AirBnB. Du warst nicht nur 5 x größer, sondern auch viel komfortabler. Wir haben jetzt beschlossen, dass wir uns das Zimmer schön trinken. Na dann: Prost!

Das Ergebnis könnte dann so aussehen. Aber soweit ist es noch nicht . Das war eine der Mitmachstationen im Museum: Ein persönliches Kaleidoskop.

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3 Responses

  1. Ihr Lieben, sehr schöne, eindrucksvolle Bilder, freuen uns, dass Ihr, trotz widriger Umstände einen erlebnisreichen Urlaub habt..bleibt gesund und habt Spaß..glG von Kathrin und Ecki..

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