ALTE STREUNER

Reisen, kochen, leben, wie es uns gefällt

Auf die Pylone der Harbour Bridge kann man hoch steigen um diesen Blick zu haben

Diese Stadt sieht einfach unverschämt gut aus

Sydney hat alles, was wir von einer Weltstadt erwarten – aber die Mischung macht es. Unterschiedliche Viertel, unterschiedliche Plätze, unterschiedliche Menschen und Angebote. Dazu eine Stadt, die auch wirklich wie eine Weltstadt aussehen darf und nicht bei 42 Metern Traufhöhe aufhören muss. Und dann funktioniert sogar der Nahverkehr: Kreditkarte oder Handy dranhalten, einsteigen, beim Aussteigen wieder dranhalten – fertig. Berlin, wir hätten da eine Idee.

Vielleicht lieben wir Sydney auch deshalb so sehr, weil man dort gar nicht viel planen muss. An einem Tag haben wir anderen Leuten beim Surfen zugesehen, am nächsten in irgendeinem anderen Café gefrühstückt, sind einen neuen Küstenweg entlanggelaufen oder haben an einem wunderschönen Ort einfach die Seele baumeln lassen. Selbst wenn man nichts Spektakuläres vorhat, wird daraus irgendwie ein guter Tag. Bondi Beach gehörte für uns natürlich dazu. Umso bestürzter waren wir über das Attentat dort.

Der Iceberg Club am Bondi Beach ist ziemlich exklusiv. Kein Wunder bei der Lage

Im wahrsten Sinne des Wortes eine auftrebende Metropole

Nach einem dieser wunderbaren Tage stiegen wir noch ziemlich beseelt in den Bus zurück in die City. Und dann geschah etwas, auf das Uwe nicht vorbereitet war: Eine junge, ausgesprochen freundliche Frau stand auf und bot ihm ihren Sitzplatz an. Neeeeeiiin! Wie nett. Und was für ein Affront. Offenbar war irgendwann zwischen Hafenbrücke, Küstenwanderung und Cafébesuch aus einem ganz normalen Mann ein älterer Herr geworden, dem man im Bus einen Platz anbietet. Das hat ihn noch eine Weile beschäftigt.

Die Hafenbrücke, die Oper, das Wasser – Sydney macht es einem wirklich leicht, sich zu verlieben. Uns war vorher nicht klar, wie viele Fotos man von zwei Bauwerken machen kann. Sehr viele, wie wir inzwischen wissen. Und dann sitzen wir bei einer Open-Air-Oper mit Blick auf Hafen und Brücke: Herz-Schmerz-Musik, nicht erwiderte Liebe für zwei Stunden, dieser unglaubliche Blick und am Ende noch ein Feuerwerk. Mehr geht eigentlich nicht. Sylke fand es fast ein bisschen zu schön.

Was für ein Abend! Madame Butterfly open air mit Blick auf die City.

NICHTS VERPASSEN

Neue Reisen, neue Rezepte und neue Entdeckungen – aber nur, wenn wir wirklich etwas zu erzählen haben.


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