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Unsere Südafrika-Reise, Teil 8: Von bunten Badehäuschen, Pinguinen, dem Kap der Guten Hoffnung und einem Berg mit Tischdecke.

Einmal quer durch die Gegensätze

Aus den Weinbergen von Stellenbosch ging es weiter Richtung Kapstadt.

Kapstadt wird auch „Mother City“, Mutterstadt, genannt. Hier gründeten die Niederländer 1652 ihre Versorgungsstation am Kap, aus der sich die Stadt entwickelte. Und hier begann ein entscheidendes Kapitel der europäischen Kolonisierung Südafrikas. Wir waren ziemlich gespannt, was uns erwartete. William schwärmte schließlich seit Tagen von der Lage, dem Meer, der Landschaft und den Menschen.

Aber bevor wir die Stadt überhaupt richtig zu Gesicht bekamen, führte uns die Fahrt durch die Cape Flats.

Kilometerweit “Wohngebiete”, einfachste Häuser, Wellblechhütten, Bretterverschläge und informelle Siedlungen. Eine Stadtlandschaft, die mit den gepflegten Weingütern von Stellenbosch wenig gemeinsam hatte.

In den Cape Flats leben Millionen Menschen – eine Bevölkerung in der Größenordnung von Paris –, die vom Wohlstand der touristischen Stadt nicht besonders viel abbekommen.

William erzählte uns von den Problemen dieser Viertel. Von Arbeitslosigkeit, Gewalt und einer Stadt, deren räumliche Trennung auch Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid noch sichtbar ist. Man kann Kapstadt nicht verstehen, wenn man nur die Waterfront und den Tafelberg sieht.

Aber zuerst fuhren wir an der False Bay entlang. „Falsche Bucht“ heißt sie, weil Seefahrer früher die Landspitzen verwechselten und glaubten, bereits auf dem Weg zur Tafelbucht und damit zum Hafen von Kapstadt zu sein.

Und an dieser False Bay liegt unser erster Stopp.

Muizenberg – bunte Häuschen und große Wellen

Der Strand von Muizenberg ist berühmt für seine bunten Badehäuschen. Sie stehen in einer Reihe am Sand, als hätte jemand beschlossen, dass ein Strand ruhig ein bisschen mehr Farbe vertragen könnte. Das sieht natürlich großartig aus.

Die Umkleidekabinen werden gerade renoviert und frisch gestrichen. Man hat offensichtlich erkannt, dass sie für den Ort eine echte Attraktion sind und entsprechend gepflegt werden müssen.

Aber viel interessanter war, was sich davor im Wasser abspielte. Hier wurde gesurft. Und zwar von allen möglichen Menschen.

Besonders beeindruckt hat uns eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen, die mit Unterstützung ihrer Begleiter auf die Bretter und in die Wellen kamen. Da wurde geholfen, ausprobiert und gelacht. Es war das erste Mal, dass wir behinderte schwarze Menschen sahen und die hier waren ziemlich aktiv und fröhlich.

Dann ging es weiter in einen der berühmtesten botanischen Gärten Südafrikas.

Kirstenbosch – Blumen, Vögel und ein bisschen Hoffnung

Kirstenbosch ist der botanische Garten am Osthang des Tafelbergs, in dem man sich vermutlich tagelang aufhalten könnte, ohne alles gesehen zu haben. Wir hatten natürlich nicht tagelang Zeit.

Die King Protea ist Südafrikas Nationalblume. Ein ziemlich stolzes, ungewöhnliches aber sehr schönes und geheimnisvolles Gewächs

Besonders begeistert haben uns die wunderschönen Proteas. Diese außergewöhnlichen Blüten gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Und sie haben eine bemerkenswerte Beziehung zum Feuer. Bei vielen Pflanzen der südafrikanischen Fynbos-Vegetation fördert Rauch nach einem Buschbrand die Keimung der Samen. Manche Protea-Arten gehören dazu.

Sugarbird heißen diese kleinen, flinken Vögel, die hinter dem Honig der Proteas her sind und dafür den langen Schnabel brauchen.

Was man den Blüten ebenfalls nicht unbedingt ansieht: Sie produzieren reichlich Nektar. Das wissen natürlich auch die Vögel.

Einige haben sich geradezu darauf spezialisiert, an den süßen Inhalt der Blüten zu kommen. Wir wiederum haben uns darauf spezialisiert, diese kleinen, bunten, ständig herumflitzenden Nektarliebhaber mit der Kamera zu erwischen.

Die anderen heißen Malachit Sunbirds. Auch ein Honigsauger, aber ein besonders hübscher.

War gar nicht so einfach.

Aber ganz gewöhnliche Enten gabs natürlich auch. Neben dem Helmperlhuhn, das schon im Krüger vor nichts Respekt hatte.

Im Shop gab es schließlich auch Protea-Samen zu kaufen. Ein paar haben wir mitgenommen. Sicherheitshalber, denn natürlich hat Uwe schon vorher überall wo es möglich war Samen gesammelt. Mal sehen, ob es uns gelingt, zu Hause eine Protea großzuziehen.

Unser nächstes Ziel war Signal Hill.

Denn eigentlich stand an diesem Nachmittag der Tafelberg auf dem Programm.

Eigentlich.

William hatte während der gesamten Reise immer wieder betont, wie glücklich wir uns schätzen könnten: Wir hätten gleich mehrere Tage in Kapstadt. Das erhöhe unsere Chancen, tatsächlich auf den Tafelberg zu kommen, ganz erheblich.

Nun ja.

Am Nachmittag zog der Berg schon mal seine berühmte Tischdecke über.

Und damit war unsere erste Chance dahin.

Auf der anderen Seite haben sich die Paraglider ins Tal gestürzt. Die Abkürzung wollten wir dann doch nicht nehmen für 150 Euro pro Person.

Von Signal Hill hat man allerdings auch einen wunderbaren Blick über Kapstadt, seine Buchten und die umliegenden Berge.

Ein kleiner Trost.

Bo-Kaap – Farbe auf jedem Quadratmeter

Rosa, Türkis, Gelb, Grün, Blau.

Die Häuser stehen dicht an dicht und sehen aus, als hätte jemand einen Farbkasten über die Straßen ausgeschüttet.

Das Viertel liegt direkt unter dem Signals Hill und Lion´s Head. Keine Strasse verläuft eben, alles geht hoch und runter.

Natürlich ist das heute ein beliebtes Fotomotiv. Aber Bo-Kaap ist mehr als eine hübsche Kulisse.

Das Viertel ist eng mit der Geschichte der kapmalaiischen Gemeinschaft verbunden. Ihre Wurzeln reichen unter anderem zu Menschen zurück, die während der Kolonialzeit aus verschiedenen Teilen Asiens und Afrikas als Versklavte ans Kap gebracht wurden.

Bo-Kaap wurde zu einem wichtigen Zentrum muslimischen Lebens in Südafrika. Die bunten Fassaden werden häufig als Ausdruck von Freiheit und Selbstbestimmung gedeutet, auch wenn die heutige Farbtradition historisch jünger sein dürfte, als manche Erzählung vermuten lässt.

Zwischen den farbigen Häusern liegt also auch eine lange Geschichte von Unfreiheit, Religion und kultureller Eigenständigkeit.

Tatsächlich sind alle Häuser frisch gestrichen und in vielen sind kleine Shops und Künstlerläden. Da haben wir auch ein kleines Bild für unsere Wand gekauft.

Dann ging es ins Hotel.

Am nächsten Morgen der nächste Versuch mit dem Tafelberg.

Zu viel Wind.

Zweite Chance dahin.

Oh je. Stattdessen:

Chapman’s Peak – Straße mit Aussicht

Die Straße über Chapman’s Peak windet sich hoch über dem Atlantik an steilen Felsen entlang Richtung Kap der Guten Hoffnung. Auf der einen Seite der Berg, auf der anderen der Ozean.

Und dazwischen eine Straße, bei der man sich gelegentlich fragt, wie die Ingenieure überhaupt auf die Idee gekommen sind, sie genau hier entlangzubauen.

Sylke hat da mal wieder ihre Superkräfte demonstriert.

Hinter jeder Kurve wartet ein neuer Blick. Es ist eine dieser Strecken, auf denen man eigentlich alle paar Minuten anhalten möchte. Aber Lucien unser Busfahrer konnte beim besten Willen nur einmal anhalten, mehr Parkbuchten gab´s auf der engen Straße nicht.

Und dann schließlich:

Am Kap – alle wollen dasselbe Foto

Das Kap der Guten Hoffnung. Schon der Name klingt nach Weltgeschichte, Entdeckern und großen Seereisen.

Was wir zunächst fanden, war allerdings vor allem eine erstaunliche Menge Menschen, die alle dasselbe vorhatten:

Klar haben wir auch ein Foto vor dem Schild. Aber für die Sammlung Leute, die Leute fotografieren gab es ausreichend Material.

Ein Foto vor einem abgetakelten Holzschildchen mit Längen- und Breitenangabe.

Und sonst?

Nichts.

Na gut, fast nichts. Es gibt noch einen perfekt angelegten Busparkplatz im Nirgendwo am Meer, der es ermöglicht, ganze Busladungen mit größtmöglicher Effizienz an diesem Schild vorbeizuschleusen.

Hauptsache, man hat das Foto.

Dabei ist das Kap der Guten Hoffnung übrigens nicht einmal der südlichste Punkt Afrikas. Der liegt weiter östlich, am Kap Agulhas.

Also weiter zum Cape Point mit seinen Leuchttürmen. Und hier wurde es wirklich großartig. Was für eine Landzunge! Was für eine Inszenierung von Natur!

Ein Felsgrat ragt als letzter Zipfel hinaus ins Meer. Was diese Felsen schon alles gesehen haben!

Man hat einen grandiosen Blick über die Küstenlandschaft und das Meer. Das Wasser gibt mit seinem leuchtenden Türkis sein Bestes und versucht durch seine Schönheit darüber hinwegzutäuschen, dass diese Küste schon unzähligen Seeleuten zum Verhängnis geworden ist.

Hoch oben thront der obere Leuchturm. Ich hätte gerne mal die Seekarten gesehen um zu wissen, wie weit das Feuer reicht und welche Signatur es hat.

Auch wir ließen uns von der Landschaft verführen. Und liefen weiter als vorgesehen.

Fast bis zum zweiten Leuchtturm, weiter unten auf der Landzunge.

Dabei bestätigte sich wieder eine unserer wichtigsten Reiseerfahrungen:

Überall, wo ein Touristen-Hotspot ist, brauchst du nur 500 Meter weiterzulaufen – und schon bist du allein.

So war es auch hier.

Wir waren uns nicht ganz sicher, ob der Bursche tatsächlich seine Farbe ändern konnte.

Die Einzigen, die uns begleiteten, waren ein paar Vögel und Geckos.

Auf dem Rückweg ging es auf der anderen Seite der Halbinsel an der False Bay entlang.

Noch ein letztes Foto an dieser Stelle, die wir so schnell nicht wiedersehen werden.

Dort warteten schon die nächsten Fotomodelle.

Vorher musste aber noch ein einzelner, armer, freilaufender Strauss herhalten.

Simon’s Town – die Pinguine sind los

Bei Simon’s Town lebt eine Kolonie Afrikanischer Pinguine.

Pinguine verbindet man ja normalerweise mit Eis, Schnee und der Antarktis. Wir jedenfalls schon. Schließlich hatten wir dort bereits welche gesehen.

Aber diese hier wohnen am Strand. Zwischen Felsen, Sand und türkisfarbenem Wasser laufen sie herum, als sei das die selbstverständlichste Sache der Welt.

Eigentlich müssten sie eine Selfie-Gebühr erheben. Denn sie sind ungefragt der Hintergrund unzähliger Aufnahmen von Menschen aus aller Welt.

Gibt es eigentlich so etwas wie Pinguinpersönlichkeitsrechte?

Putzig sind sie jedenfalls. Und wir hätten ihnen noch stundenlang zusehen können.

So im Sand und teilweise unter Büschen hatten wir Pinguine noch nie gesehen. Fehlten noch die Sonnenbrillen .

Aber Kapstadt hatte ja noch mehr zu bieten.

Die Waterfront – Fisch, Pommes und ein guter Zweck

An der Victoria & Alfred Waterfront trifft Kapstadts Hafenvergangenheit auf Restaurants, Geschäfte, Ausflugsboote und jede Menge Touristen.

Hier kann man wunderbar herumschlendern, shoppen, probieren, staunen, aufs Wasser schauen und etwas essen.

Natürlich wird hier auch gefeiert. An jeder Ecke gab es eine Partygesellschaft.

Wir entschieden uns für Fish & Chips. Manchmal braucht es eben keine große kulinarische Inszenierung.

Und dann gab es noch einen Hoodie, mit dessen Kauf wir die südafrikanische Seenotrettung unterstützten. Die ist wie bei uns auf Spenden angewiesen. Und als Segler muss man da einfach etwas beitragen.

Weil an diesem Abend kein Programm mehr vorgesehen war, deckten wir uns für einen gemütlichen Fernsehabend im Hotel ein.

Donuts in den Farben der Springboks, der südafrikanischen Rugby-Nationalmannschaft, schienen uns dafür eine gute Wahl. Schließlich muss man sich auch kulinarisch mit der Kultur eines Landes auseinandersetzen.

Sturm statt Tafelberg

Nächster Morgen:

Da ging sie hin, unsere vorletzte Chance auf den Tafelberg.

Sturm.

Schon die ganze Nacht hatte der Wind wie verrückt an den einfach verglasten Fenstern unseres Hotels gerüttelt, sodass wir kaum schlafen konnten. Und er hatte nicht vor aufzuhören. Also wieder Alternativprogramm.

Sollte das Ende unserer Reise genauso schicksalhaft werden wie ihr Anfang?

Damals ein kaputter Reisebus vor den Löwen.

Jetzt eine Seilbahn, die uns partout nicht auf den Tafelberg bringen wollte.

Hoch über der Hout Bay hat ein Deutscher Schloss Lichtenstein nachbauen lassen. Jetzt ist es allerdings verkauft an einen russischen Oligarchen. Wer hat der kann…

Wir fuhren nach Hout Bay, um die Seerobbenkolonie zu besuchen. Großes Problem: Dort blies natürlich ebenfalls der Wind.

Der Kapitän ließ sich zwar auf eine Tour durch die Bucht ein, aber nicht auf die Fahrt zu den Seerobben. Das verstehe, wer will.

Immerhin bekamen wir anschließend noch Freizeit an der Waterfront. Denn auch die geplante Hafenrundfahrt war wegen des Windes zunächst abgesagt worden.

Also: Was gibt es dort außer Shoppingbuden noch zu sehen?

Genau:

Zeitz MOCAA – Kunst im Getreidesilo

Direkt am Hafen steht das Zeitz MOCAA, ein Museum für zeitgenössische Kunst aus Afrika und seiner Diaspora.

Auf Fotos erkennt man die atemberaubende Konstruktion gar nicht so richtig. Die ehemaligen Siloröhren sind aufgesägt und erfüllen neue Funktionen als Aufzugsschächte, Projektionsflächen und Ausstellungsräume.

Untergebracht ist es in einem ehemaligen Getreidesilo. Und was die Architekten daraus gemacht haben, ist schon ziemlich spektakulär.

Ein riesiges Gebäude, dessen ursprüngliche Siloröhren teilweise herausgeschnitten wurden, sodass eine fast kathedralenartige Innenwelt entstanden ist.

Sehr coole Architektur.

Sehr coole Ausstellung.

Fand jedenfalls Uwe.

Sylke war da etwas skeptischer.

Allerdings konnte sich Sylke dann doch sehr für die Kunst zum Mitnehmen begeistern.

Aber das ist ja das Schöne an Kunst: Man muss sich nicht immer einig sein.

Und allein für die Architektur hatte sich der Besuch schon gelohnt.

GOLD – ein etwas enttäuschender Abschied

Am Abend stand das Abschiedsessen auf Einladung unseres Reiseveranstalters an. Im Restaurant GOLD. Angekündigt war ein besonderes afrikanisches Erlebnis mit Essen, Musik und Unterhaltung. Wir waren gespannt.

Und hinterher ziemlich enttäuscht.

Die versprochenen afrikanischen Spezialitäten hatten wir während unserer Reise schon deutlich besser gegessen.

Und die musikalischen Darbietungen erschlossen sich uns nicht so recht. Weder wurde ihr Hintergrund ausreichend erklärt, noch entstand bei uns das Gefühl, wirklich etwas über die Kultur kennenzulernen.

Vielleicht hatten wir uns zu viel versprochen.

Jedenfalls war es nicht der Abend, den wir uns davon erhofft hatten.

Aber man muss ja nicht alles toll finden, nur weil man im Urlaub ist.

Der Tafelberg – die Tischdecke ist weg!

Nächster Tag.

Letzter Tag.

Abflugtag.

Allerletzte Chance!

Und der Tafelberg tat uns tatsächlich den Gefallen.

Was für ein Ausblick! Und vor allem was für eine klare Sicht. Das ist laut William auch äußerst selten.

Keine Tischdecke. Kein Sturm. Die Seilbahn fuhr.

Also nichts wie hinauf.

Oben eröffnete sich eine Aussicht, die selbst nach all den großartigen Landschaften unserer Reise noch einmal etwas Besonderes war. Kapstadt lag unter uns, dazu der Atlantik, die Berge, die Küste und diese unglaubliche Weite. Einen kleinen Panorama-Film gibt es hier.

Gut, dass wir früh unterwegs waren.

Das Insta-Foto musste auf jeden Fall sein!

Denn später wurden die Warteschlangen immer länger, und schließlich wurde der Seilbahnbetrieb sogar wieder eingestellt.

Da hatten wir wirklich Glück gehabt.

Auf der anderen Seite der Hochebene konnte man bis zum Kap schauen, entlang der 12 Apostel. Grandios!

Eine Hafenrundfahrt, die man sich sparen kann

Vor der Fahrt zum Flughafen blieb tatsächlich noch Zeit für die Hafenrundfahrt, die am Vortag dem Wind zum Opfer gefallen war.

Die klang auf dem Papier allerdings besser, als sie sich dann anfühlte. Sagen wir es so:

Nach Chapman’s Peak, Cape Point und dem Tafelberg lag die Messlatte für schöne Aussichten inzwischen ziemlich hoch. Die Hafenrundfahrt kam da nicht ganz mit.

Man muss eben nicht alles machen, was angeboten wird.

Abschied von Südafrika

Auf dem Weg zum Flughafen führte uns die Strecke noch einmal durch die Cape Flats.

Wieder diese Gegensätze.

Die spektakuläre Stadt am Meer, ihre wohlhabenden Viertel und touristischen Attraktionen.

Und daneben die Wohngebiete, in denen das Leben für viele Menschen ungleich schwieriger ist.

Wir hatten in Südafrika unglaublich viel gesehen.

Löwen und Elefanten, Giraffen und Strauße. Regenwälder, Savannen, trockene Täler, wilde Küsten und große Städte.

Wir hatten gelacht, gestaunt, manchmal geflucht und gelegentlich auch ziemlich nachdenklich auf das geschaut, was um uns herum passierte.

Und dann ging es nach Hause.

Nach unseren Erfahrungen auf dem Hinflug hatte ich heimlich, ohne Sylkes Wissen, für den Rückflug Plätze mit mehr Beinfreiheit organisiert. Eine kleine Überraschung.

Die Freude war groß. Bis wir feststellten, dass hinter uns Kinder saßen, die offenbar beschlossen hatten, die Nacht nicht zum Schlafen zu nutzen.

Irgendwas ist eben immer.

Und was bleibt?

Südafrika ist ein unglaublich schönes Land.

Aber es ist auch ein Land voller Widersprüche.

Man kann dort eine großartige Reise erleben und trotzdem Fragen mit nach Hause nehmen, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

Ob das so sein soll? So sein muss?

Auf jeden Fall sieht man die eigene Welt anschließend ein bisschen anders.

Das war unsere Südafrika-Reise. Acht Etappen, unzählige Eindrücke und jede Menge Geschichten.

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