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Heute ist der Tag der Tage. Jedenfalls für Uwe. Denn es ist „Virechanam“, der Tag der Reinigung. 10 Tage haben Ärzte mit ayuvedischen Medikamenten und Therapeuten mit ausgeklügelten Massagen darauf hingearbeitet, dass alle Gifte in Uwes Körper sich auf den Weg in den Darm machen. Und heute muss dass alles raus. Dazu gab es eine Cocktail aus Rizinusöl etc. und jetzt rennt er alle halbe Stunde mit leicht verzerrtem Gesicht zur Toilette. Sylke hat das schon vor zwei Tagen durchgemacht und kann es nicht lassen, denn morgen darf sie nochmal. 

Das Faulenzen geht ganz gut in der Hängematte direkt vor unserer Haustür.

Alles andere ist unverändert. Es ist warm, die Sonne scheint, das Meer lädt zum Baden ein, wir faulenzen rum. Dabei liest Sylke gerade „Nincshof“ von Johanna Sebauer, ein lustiges Buch darüber, wie man ein Dorf vergisst und Uwe liest tagsüber analog „SPQR, die tausendjährige Geschichte Roms“ und am Abend, auf dem E-Reader „Eine Frage der Chemie“. Wenn wir nicht gerade verhindert sind durch eine der Attraktionen die das Resort bietet.

So wie diese. Manchmal wird hier alles aufgeboten, was die örtliche Kultur vorhält. Vorgestern zum Beispiel eine Schattenschauspieltruppe, alles Familienmitglieder, mit einer 75 jährigen Tradition. Das war interessant aber auch sehr verwirrend, denn trotz einer Übersetzung ins Deutsche war für uns die Handlung nicht wirklich nachvollziehbar. Es hat aber mächtig gescheppert und gekracht.
Eine komplizierte Geschichte: Letztlich ging es um Liebe, Streitigkeiten und den Auftritt von zwei Göttern, die sich nicht mochten. Alles mit solchen Puppen erzählt illuminiert durch Öllämpchen.

Ab und zu laufen wir mal den Strand hoch und runter. Aber sobald man den Strandabschnitt des Resorts verlässt, wird es ein bisschen „indisch“. Das haben wir ja letztes Jahr schon erfahren dürfen. Säcke mit Tierfutter, die von einem Schiff gefallen sind, Kanister, Plastikflaschen bis hin zu toten Tieren bleiben einfach am Spülsaum liegen. Niemand kümmert sich darum.

Man muss schon ein ganzes Stück laufen, bis man an einem kleinen Fischerdorf ankommt.
Dass es klein ist, erkennt man an den Attraktionen am Strand. Mehr Buden gabs nicht, aber Freitags und Samstags sind die immer gut besucht.
Meeresschildkröten müssen alle vier bis sieben Stunden auftauchen um Luft zu holen. Diese ist wohl kurz vor dem rettenden Atemzug in ein Fischernetz geraten und jämmerlich erstickt. Läuft unter Beifang und wir über Bord geworfen.

Uwe bemüht sich redlich das Tierleben hier mit der Kamera festzuhalten. Aber die Schmetterlinge lassen sich immer noch nicht fotografieren (Sylke meint, die flattern mit ausgestrecktem Mittelfinger an Uwe vorbei), andere komische Tiere bringen uns zum Schmunzeln und sonst ist eigentlich alles schick. Nächste Woche werden wir dann mal ein paar „Ausflüge“ machen. Wir halten euch informiert!

Über allem schwebt der Brahimi Milan. Besser gesagt schweben mehrere. Und immer wenn die in der Luft sind, hört und sieht man kein anderes Tier mehr.
Auch der Gecko macht, dass er von der Kokospalme runter kommt.
Cashew Kerne mögen die Milane nicht. Auf die Frage, ob die Cahew-Kerne im Essen von den Bäumen des Resorts stammen, hat mich der Chef nur müde angelächelt. Zu viel Aufwand: Ernten (immer nur einen Kern pro Frucht), Rösten, Knacken, Trocknen und dann sind sie nur 14 Tage haltbar.
Und während die Milane abziehen, machen wir wie hier oder im Beitragsbild noch Faxen am Strand.

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